Nach der Winterzwischenfrucht folgt der Mais

NIEDERSACHSEN. Bei frühlingshaftem Sonnenschein haben die Landwirte in Niedersachsen mit der Maisaussaat begonnen. „Das wechselhafte Aprilwetter und die deutlich kühleren Durchschnittstemperaturen als in den vergangenen Jahren haben jedoch dazu geführt, dass sich der Beginn der Maisaussaat in diesem Jahr gegenüber 2019/2020 um einige Tage nach hinten verschoben hat“, sagt Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Pflanzenausschusses im Landvolk Niedersachsen. Im Vorjahr wurde in Niedersachsen laut Landesamt für Statistik auf fast 620.000 Hektar Mais angebaut.

Neben der Bodentemperatur ist Feuchtigkeit für einen zügigen und sicheren Feldaufgang entscheidend. Die Landwirte hoffen daher auf regnerische Tage im Anschluss an die Aussaat und sind erleichtert darüber, dass die Wasservorräte im Boden aktuell etwas besser aufgefüllt sind als in den Vorjahren. Sie liegen laut dem Deutschen Wetterdienst deutschlandweit im Bereich von 70 bis 100 Prozent nutzbarer Feldkapazität. Für einen optimalen Start wird neben jeder Maisreihe bereits bei der Aussaat ein Düngerband gelegt, damit die kleinen Maispflanzen sich schnell mit Stickstoff und Phosphor versorgen können. Nur bei starkem Unkrautdruck erfolgt nach dem Auflauf eine Pflanzenschutzmaßnahme dieser sehr pflegeleichten Pflanze.

Bauern, die Zwischenfrüchte wie Grünroggen oder Ackergras einsilieren, werden nach der Futterernte mit der Maisaussaat fortfahren. „Der Boden ist durch das Wintergetreide perfekt vorbereitet und hat eine krümelige Gare gebildet“, sagt Lutz Decker. Der Landwirt aus dem Landkreis Peine verfolgt das Ziel einer klimaneutralen Landwirtschaft und freut sich, dass die Wurzeln des Roggens den Boden im Winter vor der Witterung geschützt und das Bodenleben gefördert haben. Neben den positiven Aspekten des Zwischenfruchtanbaus zum Grundwasser- und Erosionsschutz hat die Futtergewinnung durch Grünroggen für den Milchviehhalter einen großen Stellenwert. Durch die Futterknappheit der vorangegangenen Trockenjahre hat dieser Trend niedersachsenweit zugenommen.

Einige Landwirte wickeln ihre Ernte zwecks Silierung in bunte Folie ein, um so auf die Bedeutung der Krebsvorsorge aufmerksam zu machen. Beim Kauf der farbigen Folie des Herstellers Trioplast wandern drei Euro pro Rolle in den Spendentopf der Wohltätigkeitsorganisation Pink Ribbon bzw. Blue Ribbon. 2020 hat die Spendensumme in Deutschland erstmals die 20.000 Euro-Marke geknackt. Neben der Spende soll die rosafarbene Folie auf Brustkrebs, die blaue auf Prostata-Krebs und die gelbe Folie auf Krebserkrankungen bei Kindern aufmerksam machen und für die Krebs-Vorsorge werben.

LPD
Foto: Landvolk Niedersachsen





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