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Wild passt gut in die Vorweihnachtszeit

NIEDERSACHSEN. Als Filet, Braten oder Gulasch, das zarte, magere Fleisch vom Damwild eignet sich für viele festliche Zubereitungsarten. Zudem wurden die Damhirsche auf extensiven Grünlandstandorten gehalten und haben ihren Futterbedarf bis zu 95 Prozent nur über die Weidefläche abgedeckt, schreibt der Landvolk-Pressedienst. „Dieses langsam gewachsene Fleisch zeichnet das Damwild aus“, sagt Joachim Strampe, Vorsitzender des Landesverbandes für landwirtschaftliche WildhaltungNiedersachsen.

Er freut sich über die steigende Beliebtheit dieses Betriebszweiges bei den Landwirten, die mit den genügsamen Tieren vermehrt eine Alternative zur Nutzung ihres Grünlandes entdecken.

Der größte Aufwand für die Tierhalter sei der Bau des Zaunes, der auch wegen des vermehrten Vorkommens des Wolfes besonders sicher gestaltet werden müsse. In Niedersachsen betreiben zurzeit etwa 600 Landwirte diesen Betriebszweig. Die Haltung von Damtieren ist mit rund 90 Prozent dabei am weitesten verbreitet.

Sowohl Dam- als auch Rot- und Muffelwild lässt sich nicht mästen, sondern lebt von den Gräsern und Kräutern, die es vor Ort findet. Lediglich im Winter wird mit Heu zugefüttert. Deshalb ist es für die Landwirte auch wichtig, vor dem Winter den Bestand zu verkleinern. „Kastanien, Eicheln oder Zuckerrübenschnitzel verwenden wir eher als Leckerli, um die Tiere an den Menschen zu gewöhnen“; erläutert Strampe. Der Wildtierhalter aus der Lüneburger Heide nennt zurzeit 55 Tiere sein Eigen und vermarktet jedes Jahr etwa 20 Tiere sowohl lebend als auch geschlachtet.

Das naturnah erzeugte Qualitätsfleisch werde auch bei den Verbrauchern zunehmend nachgefragt, lautet Strampes Erfahrung. Trotzdem leiden die Wildtierhalter – genauso wie alle Tierhalter – unter den geschlossenen Restaurants und Gaststätten durch die Corona-Einschränkungen. Die Tiere einfach länger laufen zu lassen, sei durch vorgeschriebene Bestandesdichten schwierig. „Manche Berufskollegen haben einen Onlineshop eröffnet, frieren das Fleisch ein oder verarbeiten es zu Wurstwaren, die sich länger halten“, zählt Strampe auf.

Wer in der Vorweihnachtszeit oder zu Weihnachten Wildfleisch essen möchte, dem empfiehlt er vorzubestellen. Die passenden Rezepthefte halten viele Wildtierhalter bereit. Sie können aber auch unter http://wildhaltung-niedersachsen.de bestellt werden. Dort finden sich auch Adresslisten mit Direktvermarktern von Wild, die das Fleisch auf Wunsch fachmännisch zerlegt anbieten.

LPD
Foto: Verband landwirtschaftlicher Wildhaltung Niedersachsen




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