Niedersachsen: Arbeitsunfähigkeitsstatistik zeigt mehr Kreislauferkrankungen während Hitzewelle im Juni
Ende Juni wurden in Niedersachsen Temperaturrekorde mit Höchstständen von zum Teil über 40 Grad gemessen. Die Arbeitsunfähigkeitsstatistik der BARMER zeigt nun, dass in dieser Hitzephase mehr Arbeitsunfähigkeiten aufgrund von Krankheiten des Kreislaufsystems registriert wurden.
So zeigt die Statistik am 26.06. unter Versicherten der BARMER in Niedersachsen einen Krankenstand in Höhe von 0,28 Prozent aufgrund von Kreislauferkrankungen. Dies ist der höchste Tageswert in Niedersachsen, der seit 2019 bei der BARMER in die Statistik einging. Er liegt rund 25 Prozent über dem Niveau des durchschnittlichen Krankenstands aufgrund von Kreislauferkrankungen im Monat Juni, der bei 0,22 Prozent lag. Am 03.07. hatte sich der Krankenstand wieder auf ein Niveau von 0,23 verringert.
„Schon ab Temperaturen von etwa 30 Grad steigt das Risiko für akute Kreislaufprobleme. Das Herz wird stärker beansprucht, geweitete Gefäße können den Blutdruck sinken lassen. Insbesondere für ältere oder vorerkrankte Menschen sind extreme Temperaturen deshalb belastend“, erklärt Heike Sander, Landeschefin der BARMER in Niedersachsen. Größere Anstrengungen, Flüssigkeitsmangel und direkte Sonneneinwirkung sollten unbedingt vermieden werden. Der Peak in der Arbeitsunfähigkeitsstatistik zeige zudem, dass die Auswirkungen von Extremwetter auf die Gesundheit auch in Zukunft eine Herausforderung in der Arbeitswelt darstellen werden. Es sei erforderlich, mit Schutzmaßnahmen zu reagieren, um die Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten zu erhalten.
Weitere Informationen:
Effektiver Gesundheitsschutz bei Hitze | BARMER
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