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Kein Schotter, sondern Mineralmulch: Neue Beete am Handwerkerplatz sorgen für Nachfragen

LÜNEBURG. Lilafarbene Tulpen blühen inmitten von kleinen Steinchen – dieses Bild bietet sich aktuell auf den Verkehrsinseln am Handwerkerplatz. Hat die Hansestadt Lüneburg hier etwa Schotterbeete angelegt? fragen sich einige Bürgerinnen und Bürger. „Natürlich nicht“, beruhigt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Grünplanung. Vielmehr handelt es sich bei dem Substrat um mineralisches Mulch. Dieses Mineralmulch ist wasserdurchlässig, verringert aber die Verdunstung und schützt so die Pflanzen vor dem Austrocknen. „Solche Beete mit Mineralmulch gelten als besonders klimaresilient und kommen in Städten immer häufiger zum Einsatz“, erklärt Hesebeck.

Bei den Beeten am Handwerkerplatz handelt es sich nicht um Schotterbeete, wie mancher vermutet, sondern um Beete mit Mineralmulch.

Bei der Hansestadt Lüneburg wurde die neue Form der Beetgestaltung zuerst am Handwerkerplatz umgesetzt – gemeinsam mit der AGL. „Aktuell bauen wir das Mineralgemisch aber auch bei den Bauminseln an der Uelzener Straße ein“, sagt Hesebeck.  Unter dem Minderalmulch befindet sich jeweils ein Substrat, welches besonders gute Wasserspeicherkapazitäten besitzt.

„Die Beete am Handwerkerplatz werden komplett mit Stauden zuwachsen, so dass man den Mulch aus Splitt später gar nicht mehr sieht“, sagt Hesebeck. Zugleich kommen die Beete künftig mit deutlich weniger Wasser und Pflege aus und strahlen weniger Hitze ab.

Ganz anders ist die Gestaltung bei sogenannten Schottergärten und Schotterbeeten, bei denen auch das „Pflanzsubstrat“ aus Schotter besteht und meist noch ein Vlies oder eine Folie als Trennschicht verbaut wird, um einen Bewuchs zu verhindern.

„Solche Schotterbeete sind ökologisch tot und erschweren das Versickern von Oberflächenwasser“, verdeutlicht Hesebeck. 

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Foto: Hansestadt Lüneburg




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