Melanie-Gitte Lansmann ist die neue Chefin der Lüneburg Marketing GmbH
LÜNEBURG. „Wir haben diesen Tag sehnlichst erwartet. Auch wenn Sie bereits vor meinem Amtsantritt ausgewählt wurden, so bin ich überzeugt, dass Sie genau die richtige Wahl sind. Sie bringen genau das mit, was wir hier in Lüneburg brauchen.“ Mit diesen Worten und einem Blumenstrauß hat Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch am Freitag, 14. Januar 2022, die neue Geschäftsführerin der Lüneburg Marketing GmbH im Rathaus begrüßt. Melanie-Gitte Lansmann hat ihren neuen Job Anfang des Jahres angetreten und ist „gekommen, um zu bleiben“, wie sie selbst sagt. Verbindungen nach Lüneburg hat Lansmann seit vielen Jahren – sowohl privat als auch beruflich.

Die in Hamburg lebende Diplom-Betriebswirtin (Fachrichtung Tourismus/Marketing) hat in ihrer Zeit bei Price Waterhouse Coopers bereits um die Jahrtausendwende das Salü in Lüneburg beraten. Zuletzt habe sie mehrmals im Jahr Freunde in der Hansestadt privat besucht, sagt Melanie-Gitte Lansmann, die bis zu ihrem Wechsel zur LMG gut sieben Jahre lang die Geschäftsführung des Citymanagement Harburg e.V. (siehe kurze Vita im Anhang) innehatte. „Da gibt es einige schöne Parallelen, die ich nun hier in Lüneburg wiederentdecke“, sagt Lansmann.
Auch in Lüneburg finde sie viele engagierte Menschen vor, die sich um die Zukunft ihrer Stadt sorgen und denen nicht egal ist, was mit ihr passiert. Sie spricht von einer gesunden Stadtgesellschaft. Auch einen Innenstadtdialog, wie ihn die Lüneburger Stadtverwaltung im vergangenen Jahr gestartet hat, kennt Lansmann bereits aus Harburg. Dass die Innenstädte vor einem Wandel stehen beziehungsweise sich längst in einem solchen befinden, sieht die neue LMG-Chefin gelassen. „Mich reizt diese Aufgabe in Lüneburg, Innenstädte in Teilen neu zu denken und neu mit Leben zu füllen. Wir können uns nur selbst retten.“
Sie kommt nicht mit einem vorgefertigten Plan. Sie verspricht keine Luftschlösser. Lieber macht Lansmann auch mit Blick auf die meist angespannte finanzielle Lage deutlich, mit welchem Ansatz sie an neue Projekte und Aktionen herangeht: „Nur wenn Akteure selbst bereit sind, Geld in die Hand zu nehmen, habe ich sie von meiner Idee überzeugt.“ Während andere Corona vor allem als Brandbeschleuniger für Leerstände wahrnehmen, sieht die neue LMG-Chefin in der Pandemie auch eine Chance, Konzepte neu zu denken und anders anzugehen. „Ein Stadtfest hat jeder, wir sollten uns fragen: Womit kann Lüneburg insbesondere punkten?“
Die Sülfmeistertage sind ein solches Alleinstellungsmerkmal. Bislang mit Blick auf den Tourismus auch die „Roten Rosen“. Nur: „Es wird auch eine Zeit nach den Rosen geben“, betont Lansmann. Lüneburg biete vor allem mit seiner Historie viel „touristisch Spannendes“. Eine Idee könne sein, Gegensätze zu bewerben. Denn neben der historischen Altstadt gibt es mit der Universität sowie führenden IT-Firmen auch viele innovative Elemente in der Hansestadt.
Eine der wichtigsten Fragen der näheren Zukunft wird sein: Wofür steht Lüneburg als Stadt? Da sind sich Melanie-Gitte Lansmann und Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch schon nach den ersten Gesprächen einig. Bereits vor gut dreieinhalb Jahren haben beide für ein Projekt in der Samtgemeinde Amelinghausen zusammengearbeitet. „Wir denken da in die gleiche Richtung“, sind Lansmann und Kalisch überzeugt.
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Foto: Lüneburg Marketing GmbH
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