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Besser als normal: Hansestadt Uelzen bekommt Preis für Familienfreundlichkeit

LÜNEBURG. Wer heute Fachkräfte sucht, muss sich auf Fragen und Erwartungen einstellen – und zwar die der Bewerberinnen und Bewerber. Gut, wenn ein Arbeitgeber darauf konkrete Antworten hat. Noch besser, wenn er für seine Antworten ausgezeichnet wurde: zum Beispiel mit dem Siegel für familienfreundliche Unternehmen in Nordostniedersachsen. Drei Unternehmen aus der Region haben jetzt einen Preis für ihre besondere Familienfreundlichkeit bekommen. Ein FaMi-Award geht an die Hansestadt Uelzen. Weitere erhalten der Pflegedienst Lichtblick aus Toppenstedt und die Volkswagen Immobilien GmbH aus Wolfsburg.

Die Hansestadt Uelzen gehört zu den Preisträgern in Nordostniedersachsen: Andrea Kowalewski von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft hat den FaMi-Award an Ersten Stadtrat Dr. Florian Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte Tanja Neumann und Susanne Homp aus der Personalabteilung überreicht.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit den passenden Rahmenbedingungen hat bei uns einen hohen Stellenwert“, sagt Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling von der Hansestadt Uelzen. Dies hat auch die FaMi-Siegel-Jury so gesehen und die Hansestadt als öffentlichen Arbeitgeber mit preiswürdig familienfreundlich bewertet. „Seit die Stadt das Siegel 2010 zum ersten Mal erhielt, gibt es eine stete Verbesserung und Weiterentwicklung“, lobte Andrea Kowalewski, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Lüneburg.Uelzen. Beschäftigte können zum Beispiel Überstunden für die Schulferien aufsparen, und für Notfälle gibt es ein Eltern-Kind-Büro. „Bei uns geht es häufig auch um die Hilfe im familiären landwirtschaftlichen Betrieb oder um ehrenamtliches kommunalpolitisches Engagement“, berichtete Susanne Homp, Fachbereich Personal. Das Thema Vereinbarkeit kann also weit mehr umfassen als die Betreuung von Kindern und die Pflege von Angehörigen.

„Was bei den ausgezeichneten Unternehmen normal ist, ist bundesweit noch überhaupt nicht normal“, sagte die Initiatorin des Preises, Brigitte Kaminski, bei der feierlichen Preisübergabe im Marcus-Heinemann-Saal des Museums Lüneburg. „Sie zeigen, was möglich ist.“

Gemeinsam mit sechs anderen Institutionen hat Kaminski das Familien-Siegel (FaMi-Siegel) vor mehr als zehn Jahren in Lüneburg auf den Weg gebracht. Ein Aktionszeitraum läuft jeweils drei Jahre, danach müssen sich die Ausgezeichneten erneut beweisen. Zurzeit tragen das Siegel 112 Unternehmen aus acht Landkreisen und Städten. Dass das FaMi-Siegel über die Region Nordostniedersachsen hinausstahlt, beweist die Auszeichnung der Volkswagen Immobilien GmbH aus Wolfsburg. Die Volkswagen Immobilien GmbH erhielt den FaMi-Award in der Kategorie Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten. In Kategorie Arbeitgeber mit weniger als 100 Beschäftigten gewann der Pflegedienst „Lichtblick“ aus Toppenstedt, Landkreis Harburg.

Gemeinschaftsinitiative FaMi-Siegel

Hohe Anerkennung aus Hannover gab es an diesem Abend nicht nur für die ausgezeichneten Unternehmen, sondern auch für die Gemeinschaftsinitiative FaMi-Siegel selbst. Katja Taranczewski, Referatsleiterin Frauen und Erwerbstätigkeit beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, sagte: „Dieses Siegel gibt es jetzt schon seit elf Jahren. Das zeigt: Qualität setzt sich durch.“

Bewerbungen wieder möglich

Bewerbungen für den nächsten Aktionszeitraum 2022-2024 sind ab sofort möglich. Alle Infos: www.famisiegel.de. Tipps für die Bewerbung und Antworten auf Fragen gibt es bei einem Online-Workshop der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft am 18. Januar von 14 bis 16 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung unter Telefon 04131-303968. „Seien Sie dabei“, rief Mit-Initiator Dr. Matthias Richter-Steinke vom Deutschen Gewerkschaftsbund Region Nordostniedersachsen am Ende der Preisverleihung zur Teilnahme am FaMi-Siegel auf. Für alle Ausgezeichneten stand fest: Sie bewerben sich auch für den nächsten Aktionszeitraum.

Das FaMi-Siegel ist eine Gemeinschaftsinitiative vom Überbetrieblichem Verbund Frau und Wirtschaft Lüneburg.Uelzen, Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Deutschem Gewerkschaftsbund Region Nordostniedersachsen, Wirtschaftsförderungsgesellschaft mBH Stadt und Landkreis Lüneburg, Arbeitgeberverband Nordostniedersachsen e.V., Leuphana Universität Lüneburg und Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade.

PR




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