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Oberbürgermeister Ulrich Mädge übt scharfe Kritik an den neuen Weihnachtsmarkt-Regeln

LÜNEBURG. Wollen Kommunen in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt anbieten, dann lässt das Land Niedersachsen ihnen dafür mit Blick auf die Corona-Pandemie drei Optionen, um die 3-G-Regel auf den Märkten zu gewährleisten: Der Weihnachtsmarkt muss eingezäunt werden, alle Besucherinnen und Besucher müssen über ein Bändchen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind oder die Standbetreiber selbst müssen die 3-G-Regel überprüfen. „Diese Weihnachtsmarkt-Regeln sind völlig unpraktikabel“, kritisiert Lüneburgs Oberbürgermeister und Städtetags-Präsident Ulrich Mädge: „Eine Einzäunung des Marktes mit Zugangskontrollen widerspricht dem Charakter der Weihnachtsmärkte. Die alternativ vorgeschlagene Bändchen-Ausgabe ist organisatorisch aufwendig, personal- und damit sehr kostenintensiv. Wer kein Bändchen vorzeigen kann, bummelt zwar durch die Stadt, kann aber an den Weihnachtsbuden nichts verzehren. Diese Gäste werden dann in der üblichen, stationären Gastronomie bewirtet, die vergleichbare Buden im Außenbereich aufstellen und dort unter anderen Regeln Glühwein und Speisen anbieten kann. Dieses Nebeneinander von widersprüchlichen Regeln führt in der Bevölkerung zu Unverständnis und schadet der Akzeptanz der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.“

Auch die Überwachung allein durch die Standbetreiber hält der Städtetag führt ungeeignet. „Diese Kontrollmaßnahmen können wegen der damit verbundenen Wartezeiten zu großem Unmut bei den Besuchern und zu erheblichen Konflikten zwischen Besuchern und Standbetreibern führen“, so NST-Vize Frank Klingebiel, Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter: „Solche Regelungen sind schlicht nicht umsetzbar!“

Der Niedersächsische Städtetag kann nicht nachvollziehen, warum Niedersachsen nicht die NRW-Reglung für Weihnachtsmärkte übernimmt. Danach würden bei Veranstaltungen im Freien stichprobenartige Kontrollen zur Einhaltung der 3G-Regeln durch Ordnungsdienste und Polizei durchgeführt. „Diese praktikable Lösung halten wir für angemessen!“, so Mädge.

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