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Vielfältige Unterstützungen für das Geschäftsleben und das Wohnen in der Innenstadt – jetzt Anträge stellen

LÜNEBURG. Alle drei Förderprogramme, die der Rat der Hansestadt Lüneburg in den vergangenen Monaten beschlossen hat zur Stärkung von Vielfalt und Lebendigkeit in der Lüneburger Innenstadt, sind jetzt komplett abrufbereit. Gabriele Lukoschek, Finanzchefin der Hansestadt Lüneburg, freut sich: „Es war ein Stück Arbeit der verschiedenen beteiligten Abteilungen im Haus sowie bei den Kolleginnen und Kollegen der WLG Wirtschaftsförderung und der Lüneburg Marketing. Gerade die letzte noch ausstehende Richtlinie war zunächst noch an EU-Vorgaben anzugleichen. Aber nun steht auch dieses Angebot zur Bekämpfung von Leerständen bereit.“

Alle Richtlinien, Antragsformulare, Kontaktadressen und weitere Informationen sind zu finden auf der städtischen Internetseite unter www.hansestadtlueneburg.de/foerderung-innenstadt

„Förderrichtlinie zur Reduzierung des Gewerbeleerstandes in der Lüneburger Innenstadt“, so heißt die jüngste Richtlinie dort. Sie ermöglicht eine gezielte Förderung bei der Neuvermietung von leerstehenden Ladenflächen im Kern der Innenstadt (das Fördergebiet ist in der Richtlinie mit einem Plan beschrieben). In begründeten Einzelfällen kann die Hansestadt aber auch bereits ansässigen Betrieben helfen, wenn diese in wirtschaftliche Not geraten sind und die Förderung den Weiterbetrieb ermöglicht.

Förderprinzip Drittelung der Miete:

Die Hansestadt Lüneburg übernimmt für ein Jahr ein Drittel der Nettokaltmiete (max. 2000 Euro), wenn der Vermieter/die Vermieterin der Person, die bei der Hansestadt den Antrag auf Förderung stellt, ein weiteres Drittel erlässt und diese Person selbst (also der Mieter oder die Mieterin) das letzte Drittel der Nettokaltmiete übernimmt. Beispiel: Bei einer regulären Miete von 4500 Euro/Monat erhält der Vermieter ein Jahr lang nur 3000 Euro, davon 1500 Euro vom Mieter und 1500 Euro von der Stadt.

Aber klar ist auch: Wer aus Steuergeld gefördert werden möchte, muss bestimmte Vorgaben erfüllen. Zum Beispiel muss der Mietvertrag für mindestens zwei Jahre abgeschlossen und auch erfüllt werden (anderenfalls fordert die Hansestadt Geld zurück), es gilt eine Obergrenze für die Miete (maximal 6000 Euro nettokalt pro Monat), Mieterhöhungen sind ausgeschlossen. Zudem ist der Kreis der Antragsteller begrenzt auf die Kategorie Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). Das Vorhaben, das in den Räumen umgesetzt werden soll, muss einen Anreiz darstellen die Innenstadt zu besuchen (Stichwort Alleinstellungsmerkmal, Attraktivitätsgewinn), die Zahl der neu entstehenden Arbeitsplätze spielt eine Rolle. Ein aussagefähiger Businessplan ist einzureichen, und wer ganz neu gründet, lässt sich vorab bei der WLG beraten.

Der Rat der Hansestadt Lüneburg stellt 150.000 Euro allein für diese Förderrichtlinie aus dem Corona-Topf bereit. Die Anträge können online gestellt werden. Über die Bewilligung entscheidet eine Kommission, der neben Lukoschek auch die Geschäftsführer der WLG Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg und der Lüneburg Marketing GmbH (LMG) sowie zwei Person (Vorsitz und Stellvertretung) des städtischen Wirtschaftsausschusses angehören.

Wer schon ein Vorhaben für die Innenstadt im Kopf hat, aber noch keine konkrete Ladenfläche dafür kennt, der kann sich an den Innenstadtkoordinator, Christoph Steiner, wenden. Erreichbar im Innenstadtbüro an der Kuhstraße 13 über Telefon (04131) 207 66-0.

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