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Mit Pop-up Stores gegen Leerstände: Hansestadt schreibt Wettbewerb für bis zu drei Ladenflächen aus

LÜNEBURG. Was ist das Geschäftskonzept? Wer ist im Team? Wie ist das Marktpotenzial und gibt es schon Wettbewerber? Warum gehört dieses Geschäft in die Innenstadt? Ist das Geschäftskonzept wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig? Auf diese Fragen müssen Bewerberinnen und Bewerber in einem Kurzkonzept eingehen, um an einem Pop-up-Store-Wettbewerb um bis zu drei Ladenlokale in der Lüneburger Innenstadt teilzunehmen. Einen solchen Wettbewerb schreibt die Hansestadt in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG) und der Lüneburg Marketing GmbH (LMG) aus.

Hier die Fakten, die bereits feststehen, auf einen Blick:

• Ideenwettbewerb: 14. August, 12 Uhr, bis 28. August 2021, 12 Uhr.

• Gewinn: mietzins- und nebenkostenfreie Nutzung einer Ladenfläche für ein Jahr sowie ein einmaliger Investitionszuschuss für Ladenausbau und Geschäftsausstattung von 2.500 Euro.

• Wer mitmachen darf: ausschließlich volljährige Bewerberinnen und Bewerber, die ein neuartiges und kreatives Einzelhandelskonzept aufweisen, das zur Belebung der Innenstadt beiträgt.

• Von der Teilnahme ausgeschlossen sind: alle an der Durchführung des Wettbewerbs beteiligten Personen sowie deren Familienangehörige.

• Kosten: Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos. Die Gewinner der bis zu drei Ladenlokale zahlen für ein Jahr lediglich die Stromkosten sowie Versicherungen.

• Was die Stadt übernimmt: Die Hansestadt übernimmt Mietkaution sowie für ein Jahr die Miete und Nebenkosten. Zudem gewährt sie einen Investitionszuschuss in Höhe von 2.500 Euro.

Der Rat der Hansestadt hat für den Wettbewerb bereits grünes Licht gegeben. Aktuell befindet sich die Hansestadt in Verhandlungen mit Eigentümerinnen und Eigentümern bezüglich dreier geeigneter Ladenflächen in der Innenstadt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir noch rechtzeitig vor dem 14. August drei passende Räumlichkeiten präsentieren können“, blickt Oberbürgermeister Ulrich Mädge voraus. Ziel ist es, dass sich die Gründerinnen und Gründer mit ihren Konzepten gezielt auf eine der Ladenflächen bewerben. Dies können Interessierte im genannten Zeitraum des Ideenwettbewerbs tun.

Im Anschluss bewertet eine Jury die fristgemäß eingegangenen Bewerbungen nach festgelegten Kriterien und wählt die fünf besten Konzepte aus, die dann in etwa zehn-minütigen Pitches präsentiert werden. Danach werden bis zu drei Gewinnerkonzepte ausgewählt. Und so läuft die Bewertung:

• Bewerbungsbögen und Kurzkonzepte werden nach festgelegten Kriterien bewertet.

• Für die anfangs genannten Fragestellungen gibt es jeweils Schulnoten (1 bis 6).

• Die Gesamtnote ergibt sich aus dem Durchschnitt der Einzelnoten.

Die Bewerberinnen und Bewerber mit den besten Gesamtnoten gewinnen jeweils eine von bis zu drei Pop-up-Flächen für ein Jahr. Weitere Informationen zum Wettbewerb, den Teilnahmebedingungen und den verfügbaren Ladenlokalen sind zeitnah auf der städtischen Webseite zu finden.

Hintergrund: Die Corona-Pandemie hat in der Lüneburger Innenstadt ihre Spuren hinterlassen. Drei Hilfsfonds zur Unterstützung der wirtschaftlich geschädigten Akteurinnen und Akteure in der Stadtgesellschaft hat die Hansestadt bereits umgesetzt. Zudem wurde der Beirat Innenstadt gegründet, um die verschiedenen Branchen zu vernetzen, relevante Themen besprechen und Herausforderungen lösen zu können. Mit dem beschriebenen Wettbewerb möchte die Hansestadt Lüneburg nun dem Trend der steigenden Leerstände in der Innenstadt entgegenwirken.

„Wir müssen jetzt handeln, um unsere Innenstadt attraktiv zu halten und Leerstände zu vermeiden“, sagt Ulrich Mädge. Ziel ist es aber nicht, um jeden Preis drei Ladenlokale anzumieten und zu besetzen. Nur wirklich überzeugende, innovative Geschäftsideen haben eine Chance, zu gewinnen. „Denen wollen wir eine Starthilfe in Form einer kostengünstigen Experimentierfläche bieten“, erklärt der Oberbürgermeister und fügt hinzu: „Vor allem für lokale Gründerinnen und Gründer.“

Zur Sache: Pop-up Stores

Pop-up Stores – aus dem Englischen „to pop up: plötzlich auftauchen) – sind zeitlich befristet betriebene Ladenkonzepte. Sie zeichnen sich durch ihren provisorischen Charakter, eine besondere Warenpräsentation und Produktauswahl aus. Häufig nutzen große Ketten Pop-up Stores, um in einer für sie neuen Stadt zu testen, ob ihr Sortiment ankommt. Das Konzept der Pop-up Stores dient aber auch als Experimentierraum und Testlabor für neue Geschäftsideen. Genau darum geht es auch in dem Lüneburger Wettbewerb. Im besten Fall sind sie der Anfang eines erfolgreichen Geschäfts in der Innenstadt.

PR




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