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Lüneburg legt Regeln für das Nachtleben im Wasserviertel fest

LÜNEBURG. So kann es nicht weitergehen mit Lärm, Müll und ausufernder Party bis spät in die Nacht, da waren sich die Anwohnerinnen und Anwohner sowie Geschäftsleute aus dem Wasserviertel, die am Mittwoch zu einem Gespräch ins Heinrich-Heine-Haus kamen, einig mit Polizei und Verwaltung. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hatte nach massiven Beschwerden über die nächtlichen Ruhestörungen an den Wochenenden zu einem Gespräch eingeladen, mit dabei unter anderem Polizeichef Roland Brauer und Kreisrat Jürgen Krumböhmer. Die ausführlichen Darstellungen der Anlieger deckten sich mit den Beobachtungen der Behörden und machten vor allem auch deutlich: Es gebe einen regelrechten Party-Tourismus junger und sehr junger Leute aus der weiteren Umgebung, aus Hamburg, Uelzen und anderswo – das Areal auf der Kaufhausbrücke gilt als angesagter Hotspot, das Benehmen wird dabei viel zu oft zuhause gelassen. Die Anlieger baten eindringlich um Hilfe und waren dankbar, dass ihnen zugehört wurde.

Sie behalten die Einhaltung der Regeln im Blick, die jetzt an den Wochenenden abends am Stintmarkt und Umgebung gelten: Ordnungskräfte der Stadt (im Bild), die gemeinsam mit Polizei und Sicherheitsdienst unterwegs sind.

Festgezurrt wurden nach dem Gespräch einige Regeln, die helfen sollen, das Nachtleben in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen.

Die wichtigsten Instrumente:

  • eine Allgemeinverfügung der Hansestadt Lüneburg mit drastischen Bußgeldern bei Verstößen (siehe beigefügte pdf),
  • sichtbare Präsenz ordnender Kräfte von Polizei, Ordnungsbereich und einem eigens engagierten Sicherheitsdienst,
  • Jugendschutzkontrollen

Die wichtigste Botschaft:

Wer sich nicht an den Regeln hält, soll merken, dass Lüneburg auch alles andere als gemütlich sein kann.

Es lohnt sich nicht nach Lüneburg anzureisen – die Art von „Spaß“, die anderen Menschen Schlaf, Gesundheit und Sicherheitsgefühl raubt, ist vorbei.

Und das sind in aller Kürze die Regeln, die künftig vorerst freitags und samstags ab 20 Uhr gelten – die Allgemeinverfügung wird im Laufe des 10. Juni 2021, zunächst online, dann gedruckt bekannt gemacht:

  • Verbot Alkohol zu trinken oder mitzuführen;
  • Verbot von Gläsern, Glasflaschen und Glasbehältnissen;
  • nach 22 Uhr außerdem: Verbot technische Anlagen zu nutzen, um Musik abzuspielen.
  • Diese Regeln gelten in diesem Bereich:
  • Salzstraße am Wasser ab Ecke Baumstraße/Treidelweg über Am Stintmarkt bis zur Querung zwischen Ilmenau- und Rosenstraße,
  • Auf dem Kauf (gesamte Straße)
  • Lüner Straße ab Ecke Auf dem Kauf bis hinunter zur Lünertorstraße Ecke Am Werder
  • Am Fischmarkt
  • Die genaue Beschreibung ist in der Allgemeinverfügung enthalten.

Weitere Regelungen:

Die Zufahrt für Autos in das Wasserviertel ist nur noch für Anlieger gestattet.

Auch ist die Fahrbahn der Stintbrücke freizuhalten, denn Fahrbahnen sind generell kein Aufenthaltsort laut Straßenverkehrsordnung. Auch dieses wird kontrolliert werden.

Polizei und Verwaltung behalten sich vor die Regeln anzupassen bzw. den Geltungsbereich der Allgemeinverfügung auszudehnen.

PR
Fotos: Hansestadt Lüneburg





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