Kunstpreis 2020/2021 – Öffnung der Nominierten-Ausstellung im Gifhorner Schloss

LÜNEBURG/UELZEN/LÜCHOW-DANNENBERG. Seit dem 1. Mai 2021 ist das Historische Museum Schloss Gifhorn wieder geöffnet und damit auch eine Sonderausstellung, in der noch bis zum 6. Juni 2021 Arbeiten von fünf Künstlerinnen und Künstlern vorgestellt werden, die für den 7. Kunstpreis des Lüneburgischen Landschaftsverbandes nominiert wurden.

Alle zwei Jahre werden mit diesem Preis herausragende Positionen der zeitgenössischen Kunst aus den Landkreisen Celle, Gifhorn, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen sowie der Stadt Wolfsburg gewürdigt und gefördet. Aus 79 Bewerbungen hat eine unabhängige Expertenkommission fünf Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die in den Bereichen Skulptur, Installation, Klangkunst, Zeichnung und Fotografie arbeiten. Die diesjährigen Anwärterinnen und Anwärter auf den Kunstpreis sind: Eva Fabian aus Klein Kühren, Simone Fezer aus Bohndorf, Lukas Harris aus Wolfsburg, Jessica Kulp aus Diersbüttel und Hans Schlimbach aus Gartow. Alle fünf bewerben sich erstamals für den Kunstpreis.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 27. Mai 2021 im Schloss Gifhorn vergeben. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung nur mit begrenzter Personenzahl stattfinden. Wer den Preis erhält, erfahren die fünf nominierten Künstlerinnen und Künstler erst unmittelbar vor der Vergabe. Charlotte Dreschke, Kuratorin der Ausstellung: „Ich freue mich, dass der Preis trotz der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr vergeben wird. Gerade in diesen für Künstlerinnen und Künstler schwierigen Zeiten bedeutet dies eine wichtige Anerkennung und Unterstützung.“

Der Kunstpreis des Lüneburgischen Landschaftsverbandes existiert seit 2008. Erster Preisträger war der Lüneburger Fotograf Ralf Peters. Es folgten die in Bleckede lebende Malerin Justine Otto, die Malerin Anna Jander aus Niederohe, Gilta Jansen aus Dannenberg, die für eine skulpturale Arbeit ausgezeichnet wurde, und Esra Oezen aus Wolfsburg, die mit den Medien Film, Fotografie und Installation arbeitet. Zuletzt erhielt 2018/19 die Videokünstlerin Meike Redeker aus Meine den Preis.

Informationen und Kontakt

Weitere Informationen zum Kunstpreis erhalten Sie unter www.lueneburgischer landschaftsverband.de oder telefonisch unter (05 81) 82 72 62

Historisches Museum Schloss Gifhorn
Der Eintritt in die Sonderausstellung ist kostenfrei. Es wird um Anmeldung gebeten unter Telefon (053 71) 945 91 11 oder online unter www.museen-gifhorn.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr;
Samstag, Sonntag und Feiertage: 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Historisches Museum Schloss Gifhorn
Schlossplatz 1
38518 Gifhorn

Termine

  1. Mai 2021
    15.00 Uhr Preisverleihung im Historischen Museum Schloss Gifhorn

Aus gegebenem Anlass findet die Verleihung nur im kleinen Kreis statt. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen! Es wird um Anmeldung gebeten unter Telefon (05 81) 82 72 62 oder unter E-Mail info@lg-landschaftsverband.de

26.November 2021
Eröffnung der Preisträgerausstellung im Kunstverein Lüneburg
Kunstverein Lüneburg
Lüner Str. 10a
21335 Lüneburg

Informationen zu den nominierten Künstlerinnen und Künstlern

Eva Fabian
Eva Fabian, 1966 in Bochum geboren, lebt und arbeitet in Hamburg und Klein Kühren, Landkreis Lüchow-Dannenberg. Von 1988 bis 1991 hat sie Malerei in Kapstadt und Madrid studiert, von 1996 bis 1998 Bildhauerei in Hamburg. Für den Kunstpreis bewirbt sie sich zum ersten Mal. In ihren Objekten, für die sie verschiedenste Materialien verwendet, beschäftigt sie sich mit dem menschlichen Körper und seinen Einzelteilen als Form. Unter dem Titel „Existenz_Struktur“ präsentiert die Künstlerin im Historischen Museum Schloss Gifhorn Arbeiten, in denen sie sich mit dem Innen und Außen, den Nahtstellen und Schnittflächen des menschlichen Körpers auseinandersetzt.
Weitere Informationen: www.evafabian.de

Jessica Kulp
Jessica Kulp, 1981 in Henstedt-Ulzburg, Kreis Segeberg geboren, lebt und arbeitet in Diersbüttel bei Lüneburg. Von 2009 bis 2013 hat sie an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg studiert und mit dem Bachelor of Fine Arts abgeschlossen. Sie ist Mitglied des BBK Lüneburg und wurde 2017 mit dem Kulturförderpreis des Landkreises Lüneburg ausgezeichnet. Für den Kunstpreis bewirbt sie sich mit einem amorphen Drahtobjekt, das durch unterschiedlichen Lichteinfall zur Schatten-Skulptur wird. Vorgestellt wird die Arbeit unter dem Titel „Ich kann nicht schwimmen, wenn das Wasser fließt und der Mond neben mir sitzt.“
Weitere Informationen: www.jessicakulp.wordpress.com

Hans Schlimbach
Hans Schlimbach, 1952 in Bensberg bei Köln geboren, lebt und arbeitet in Gartow. Von 1973 bis 1981 war er in einer Kölner Werbeagentur tätig. Ab 1982 arbeitete er als Grafiker und Literaturredakteur bei der StadtRevue in Köln. Seit 1992 ist er als freier Buchgestalter und seit 2011 als freier Fotograf tätig. Im Westwendischen Kunstverein ist er Mitglied des künstlerischen Beirats. Für den Kunstpreis bewirbt er sich zum ersten Mal. Bevorzugtes Sujet seiner fotografischen Arbeiten sind unprätentiöse Objekte und Situationen, die eine vom Menschen überformte, berührte Landschaft zeigen. Auch in Gifhorn bleibt er seinem Thema treu und präsentiert hier unter dem Titel „In die Landschaft“ sieben Fotografien unterschiedlichen Formats.
Weitere Informationen: www.hwschlimbach.com

Lukas Harris
Der Deutsch-Amerikaner Lukas Harris ist mit 27 Jahren der jüngste unter den nominierten Künstlern und Künstlerinnen und lebt in Wolfsburg. Er ist Absolvent des Diplomstudiengangs Freie Kunst der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und war in der Klangkunst Klasse von Prof. Ulrich Eller. 2020 erhielt Lukas Harris neben zwei weiteren Absolventen das Diplomstipendium 2020 der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (www.der loewe.info). Für den Kunstpreis bewirbt er sich zum ersten Mal. „Präsenz_Imperfekt / Sometimes I wonder whether I am living in an echo chamber“, lautet der Titel seiner ebenerdigen Klanginstallation aus vier Kassettenrecordern, Lautsprechern und Mikrofon, mit der er sich in der Nominierten-Ausstellung für den Kunstpreis bewirbt.

Simone Fezer
Simone Fezer, 1976 in Waiblingen geboren, lebt und arbeitet in Bohndorf, Landkreis Uelzen. Studiert hat sie in den USA und im italienischen Murano. Seit 2012 hat sie einen Lehrauftrag für Skulpturales Glas an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart. Sie ist mit ihren Werken in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. 2008 und 2016 erhielt sie den 1. Preis der Ausstellung „Glasplastik und Garten“ in Munster, Heidekreis. Im Frühsommer 2019 wurden Arbeiten von ihr in der Lüneburger Kulturbäckerei präsentiert, (www.kulturbaeckerei lueneburg.de/kunsthalle/2019). „Bound to tilt“ heißt die Arbeit, mit der sich die Künstlerin in Gifhorn präsentiert. Die fragile Installation besteht aus den Werkstoffen Holz, Textil, Erde und Glas und wird durch ein Video ergänzt.

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