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IHKLW-Präsident fordert Perspektive für Tourismus

LÜNEBURG. Die Öffnungsperspektive für Betriebe in Regionen mit stabil niedrigen Inzidenzwerten ist ein Schritt in die richtige Richtung, ein Einstieg in den Ausstieg“, kommentiert Andreas Kirschenmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW), die gestern in Berlin vorgestellten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

„Es ist ein gutes Signal für die regionale Wirtschaft, dass man sich nach dem Streit der letzten Tage auf gemeinsame Regeln geeinigt hat. Wir wünschen uns jetzt auch eine Perspektive für die gesamte Tourismuswirtschaft, die zu den größten Verlierern dieser Krise gehört. Man darf diese Branche jetzt nicht erneut drei Wochen im Ungewissen lassen”, so Kirschenmann.
Die Verknüpfung von Öffnungsschritten mit einer Teststrategie sei ein wichtiger Schritt, um das Erreichte abzusichern und keine dritte Welle zu riskieren. „Die Beschlüsse müssen jetzt schnell präzisiert werden. Dabei hoffe ich sehr auf pragmatische Ansätze, die auf die Selbstorganisationsfähigkeit der Wirtschaft setzen. Allein in Niedersachsen gibt es drei Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Beschaffung und Logistik der für diese Arbeitnehmer benötigten Tests ist eine Riesenherausforderung. Andererseits setzen viele Unternehmen bereits heute auf Testungen ihrer Mitarbeiter. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden.”

Kirschenmann unterstrich die bisherige Haltung der IHKLW zum Thema Impfen. Immunisierung sei der beste und langfristig auch kostengünstigere Weg aus der Pandemie. „Hier muss Niedersachsen jetzt Vollgas geben”, forderte er.

Konkret sehen die Beschlüsse vor, dass Blumenläden, Buchhandlungen und Gartenmärkte ab kommendem Montag wieder öffnen dürfen. Bei einer stabilen 7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen kann der Einzelhandel mit einer Begrenzung auf einen Kunden pro 10 qm für die ersten 800 qm und einem weiteren für jede weiteren 20 qm wieder öffnen. Auch Museen, Galerien, Zoos und botanische Gärten können wieder geöffnet werden.

Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen kann der Einzelhandel zunächst nur für sogenannte Terminshoppingangebote geöffnet werden, Zoos, Museen etc. nur mit Terminbuchungen. Ebenso kann es ab 22. März auch zur Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos kommen sowie kontaktfreiem Sport im Innenbereich – also etwa Fitnessstudios – bei einer Inzidenz von unter 100 wie bei der Gastronomie, aber nur mit Vorlage tagesaktueller Corona-Schnell- oder Selbsttests. Bei alledem gibt es eine Notbremse: Sobald die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder auf über 50 beziehungsweise über 100 ansteigt, treten die vorherigen Regelungen wieder in Kraft.

Kirschenmann zeigte sich mit Blick auf die aktuellen Inzidenzwerte im IHKLW-Bezirk optimistisch, dass die aktuelle Öffnungsstrategie für die lokalen Betriebe endlich die lang ersehnte Hoffnung bringe. „Wir alle handeln verantwortungsbewusst und sollten dies auch weiterhin tun. Ein Leben mit Corona muss möglich sein. Das belegen auch die Erfahrungen anderer Länder. Das bedeutet: Sicherheit, Gesundheitsschutz und wirtschaftliches Handeln sind unter Einhaltung strenger Hygieneregeln in Kombination mit einer Test- und Impfstrategie aus unserer Sicht möglich – und sehr begrüßenswert.“

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