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Frischluft gegen Viren: Lüftungskonzept für Coronaschutz in Schulen

LÜNEBURG. Die kreiseigenen Schulen im Landkreis Lüneburg können das niedersächsische Lüftungskonzept zur Verringerung des Corona-Ansteckungsrisikos umsetzen. Das hat eine Überprüfung der Gebäude ergeben. „In allen Unterrichtsräumen lassen sich Fenster weit öffnen, so dass ein Quer- oder Stoßlüften möglich ist. Sollten die Schulen Nachholbedarf sehen, können sie sich gerne an uns wenden. Wir bessern dann nach“, erklärte der Leiter des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, Detlef Beyer, im jüngsten Hochbauausschuss (Donnerstag, 19. November 2020). Dadurch können Lehrer und Schüler die empfohlene 20-5-20 Regel einhalten, was bedeutet: Alle 20 Minuten soll für etwa 5 Minuten gelüftet werden sowie in den Unterrichtspausen durchgehend. Eine Maßnahme, die vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt, aber auch vom Umweltbundesamt dringend empfohlen wird.

Laut Umweltbundesamt trägt konsequentes Lüften entscheidend dazu bei, das Ansteckungsrisiko für eine Corona-Infektion in der Schule zu verringern. Diese Maßnahme sei die erste und wichtigste Säule. Eine Querlüftung sei optimal, während des Unterrichts würde einseitiges Stoßlüften nach dem 20-5-20-Prinzip aber genügen, bestätigt die Behörde auf Nachfrage. In ihrem Bericht äußert sie sich ebenfalls zu mobilen Raumluftanlagen, deren Einsatz zunehmend diskutiert wird. Hierzu empfehlen die Experten, Luftreiniger dort einzusetzen, „wo die Fenster nicht ausreichend geöffnet werden können und auch keine unterstützenden, einfachen Zu- und Abluftsysteme in Frage kommen.“ Die Raumluftanlagen können das Lüften jedoch nicht ersetzen, sondern nur unterstützen. Ergänzend dazu hält auch das niedersächsischen Kultusministerium den Einsatz von Luftfilteranlagen nur in besonderen Ausnahmefällen für notwendig. „In unseren Schulen aber haben alle genutzten Unterrichtsräume ausreichend Fenster, die sich komplett öffnen lassen“, erläuterte Detlef Beyer.

Um das ausgiebige Lüften zu unterstützen, hält die Kreisverwaltung sogenannte CO2-Ampeln für sinnvoll. Diese Messgeräte erfassen den CO2-Wert im Klassenzimmer und sind damit ein guter Anhaltspunkt dafür, wann wieder gelüftet werden muss. Für die Anschaffung der Geräte könnten die Schulen Fördergelder des Landes Niedersachsen einsetzen. Bei künftigen Schulbauprojekten will der Landkreis das Thema mehr in den Fokus rücken. Der Hochausschuss stimmte dafür, Raumlüftung stärker in den Planungen zu berücksichtigen.

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