Räumliche Enge, Schulschließungen, Home-Office sowie psychische Belastungsfaktoren und finanzielle Sorgen“: Corona-Stress ist mutmaßlich gewaltfördernd

Räumliche Enge, Schulschließungen, Home-Office sowie psychische Belastungsfaktoren und finanzielle Sorgen“: Corona-Stress ist mutmaßlich gewaltfördernd

24. November 2020 Aus Von Uelzener Presse

LÜNEBURG. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Situation initiiert der Runde Tisch gegen Gewalt in der Familie des Kriminalpräventionsrats von Stadt und Landkreis Lüneburg erneut eine öffentlichkeitswirksame Kampagne und knüpft dabei an die erfolgreiche Aktion aus 2013 an. Dabei nutzt der Kriminalpräventionsrat traditionell den 25. November, den internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, um gerade in Zeiten von Corona eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und Opfern regionale Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Ziel soll sein, dass potentielle Opfer auf die regionale Hilfsplattform „gegen-gewalt-in-der-familie“ aufmerksam gemacht werden, um sich so möglichst frühzeitig Hilfe und Unterstützung holen.

Um die erfolgreiche Homepage mit verschiedenen regionalen Hilfsangeboten noch bekannter zu machen, wird rund um den 25.11.2020 mit diversen Mitteln wie Plakatierungsaktion u.a. in Arztpraxen, Kindergärten und öffentlichen Einrichtungen (Plakate in allen Größen und an allen möglichen Orten sowie Banner), Berichterstattung des Nds. Ärzteblattes, Plakate/Aufkleber an Streifenwagen. u.a. mit diesen drei Motiven eine große Öffentlichkeitskampagne gestartet. Eine solche Aktion wurde bereits 2013 mit großem Erfolg durchgeführt und wir hoffen an diesen Erfolg anknüpfen zu können.

Hintergrundinformationen

Der Runde Tisch gegen Gewalt in der Familie ist eine Arbeitsgruppe des Kriminalpräventionsrates in Hansestadt und Landkreis Lüneburg. Folgende Institutionen sind vertreten: Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen, Ärztekammer, Amtsgericht, AWO, BISS (Beratungs- und Interventionsstelle), Diakonieverband, Frauen helfen Frauen e.V. (Frauenhaus), Klinikum Lüneburg, Gleichstellungsbeauftragte Hansestadt/Landkreis, Hebammenverband, Job-Center, Kinderschutzbund, Kinderschutzzentrum, Kirchenkreis, Jugendämter des Landkreises und der Hansestadt Lüneburg, Migrationsdienste, Opferhilfebüro, Polizeiinspektion, Staatsanwaltschaft, Universität und Weißer Ring. Ziel des Runden Tisches ist die Vernetzung aller beteiligten Institutionen, um die Hilfen für Betroffene von Häuslicher Gewalt zu koordinieren und zu optimieren.

Projektinformationen

2011 hat die Arbeitsgruppe eine Homepage für von Gewalt in der Familie Betroffene erstellt. Dieses Medium ist eine zeitgemäße Plattform für Informationen und Hilfsangebote und wird besonders von jüngeren Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen genutzt. Da es wissenschaftlich belegt ist, dass Mädchen aus „Gewaltfamilien“ zu Opfern in Beziehungen werden können und Jungen ein hohes Potential entwickeln, selbst Täter zu werden, soll diese Homepage in der Region möglichst bekannt werden. Ziel soll sein, dass potentielle Opfer sich möglichst frühzeitig Hilfe und Unterstützung holen.

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – 25.11.20

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird seit 1960 jedes Jahr begangen. Die Vereinten Nationen riefen den Jahrestag nach der Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik aus, um insbesondere staatliche Akteure an ihre Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu erinnern. „Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Chancen und gleiche Macht für Frauen und Männer“ ist ein Grundsatz der deutschen Entwicklungspolitik.

ots





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