Widerstand bei Drogenkontrolle: Polizeibeamter verletzt & Unbeteiligte beleidigen Polizeibeamte

LÜNEBURG. Am Freitag, 31.07.20, gegen 00.40 Uhr, fiel einer zivilen Polizeistreife zwei Gruppen von jeweils ca. acht Personen auf dem Gelände der Universität auf, aus deren Richtung deutlicher Marihuana-Geruch wahrnehmbar war. Eine der Gruppen, bestehend aus jungen Leuten, bei denen es sich höchstwahrscheinlich um Studenten handelte, spielte Karten, trank Alkohol und hörte Musik. Ein Mann aus der zweiten Gruppe warf, als die Polizeibeamten erkannt wurden, einen Joint weg.

Die Gruppenmitglieder versuchten sich der Kontrolle und Personalienfeststellung zu entziehen, woraufhin Verstärkung angefordert wurde. Die Polizeibeamten wurden von den Betroffenen u.a. als „Scheiß Deutsche“ und „Rassisten“ beschimpft und bedroht. Im Rahmen einer Identitätsfeststellung kam es zu einem Widerstand mit einem 26-Jährigen. Ihm wurden schließlich Handfesseln angelegt und er wurde mit zur Polizeiwache genommen. Ein Polizeibeamter wurde hierbei so verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig war und für mehrere Wochen ausfallen wird. Während der Kontrolle solidarisierten sich die Personen aus der unbeteiligten Gruppe mit den Männern, die kontrolliert werden sollten. Sie beleidigten und beschimpften die Polizeibeamten. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich die Unbeteiligten aktiv in das Geschehen einmischen, wurden weitere Polizeistreifen zur Verstärkung angefordert. Bei den Männern im Alter von 23 bis 26 Jahren, die von den Unbeteiligten unterstützt, jedoch letztendlich doch noch kontrolliert werden konnten, handelte es sich um Personen, die bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten sind und teilweise als Drogenkonsumenten, gewaltbereit bzw. bewaffnet bekannt sind; zwei der Männer waren nach dem Vorfall im April 2018 in Kaltenmoor, bei dem ein damals 20-Jähriger durch einen Schuss ins Bein verletzt wurde, vorläufig festgenommen worden. Es wurden zwei Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Die Unbeteiligten haben sich mit Personen vorbehaltlos solidarisiert, die in der Vergangenheit wiederholt massiv in Erscheinung getreten sind. Eine Amtshandlung zu stören kann unter Umständen dazu führen, dass auch gegen die Störenden Maßnahmen ergriffen bzw. Ermittlungen eingeleitet werden.

ots

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