Große Leistung von den Kleinsten: Kitas und Schulen sparen Energie mit Klimaschutzprojekt

LÜNEBURG. Gute Nachrichten für den Klimaschutz in der Hansestadt Lüneburg: Gemeinsam haben städtische Kitas und Schulen bei einem Energie- und Klimaschutzprojekt im vergangenen Jahr rund 263 Tonnen CO2 eingespart. Alja Rieckhof, Energiemanagerin für die städtischen Liegenschaften, begleitet das Projekt und freut sich über das Ergebnis: „Auf diese Leistung können alle Beteiligten wirklich stolz sein. Zum Vergleich: Pro Jahr bindet eine Buche ca. 12,5 Kilogramm CO2, damit haben die Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler im Prinzip die Arbeit von über 21.000 Bäumen für das Klima übernommen.“

Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kreideberg haben einen Klimakalender mit vielen guten Vorsätzen zum Energie sparen gebastelt.

Das aktuelle Projekt für mehr Klimaschutz in den Bildungseinrichtungen ist im Fachbereich Gebäudewirtschaft bei der Hansestadt verankert, eine externe Agentur berät die Schulen und Kitas zusätzlich auf Provisionsbasis. Neben der Vermittlung des Klimaschutzgedankens ist ein ganz konkretes Ziel auch die Einsparung von Energie in insgesamt dreißig Schul- und Kitagebäuden. Alja Rieckhof erläutert: „Gemeinsam mit den Experten beraten wir im Bereich Gebäudewirtschaft die Kitas und Schulen dazu, wie sie am besten im Alltag Energie einsparen können. So wurden schon viele tolle Klimaschutzideen umgesetzt, die die Kinder und Jugendlichen auch zu Hause anwenden können.“

So haben zum Beispiel die Kinder der Kita Heidkamp mit Projektbetreuerin Kirsten Rektor und mit Unterstützung der Edeka-Stiftung Hochbeete für eigene „Energiegärten“ angelegt. Die stellvertretende Kita-Leiterin Gaby Keck erklärt: „Dadurch lernen die Kinder, was bei uns in der Region wächst und was sie daraus herstellen können. Durch das Kennenlernen und Beobachten unterschiedlicher Pflanzen können die Kinder erfahren, dass das Pflanzenwachstum je nach Art ein langer, nachhaltiger Prozess sein kann.“ Dafür wird zum Beispiel Kresse in Töpfchen gesät und zum Frühstück geerntet. Im Kinderparlament haben die Kita-Kinder außerdem selbst festgelegt, dass sie regelmäßig den Müll auf dem Außengelände einsammeln wollen und waren als Stromdetektive unterwegs, um die größten Energiefresser zu finden. Über die einzelnen Aktionen hinaus erhalten die Lehrenden, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Hausmeister der Einrichtungen Seminare zum Thema Energiesparen. Rieckhof betont: „Den erfolgreichen Jahresabschluss haben alle Beteiligten zusammen geschafft. Ursprünglich hatten wir eine Veranstaltung mit Prämienübergabe geplant, die nun aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden kann. Deshalb haben alle teilnehmenden Kitas und Schulen Mappen mit einer Auswertung ihres Einsparerfolges, einer Urkunde sowie Gutscheine über gepflanzte Bäume der Stiftung „Plant for the Planet“ zugesandt bekommen. An den Erfolg wollen wir gerne weiter mit unseren Projektpartnern anknüpfen.“

Mit der Projektbegleitung hat die Hansestadt das Bielefelder e&u energiebüro beauftragt, das die Betreuung zusammen mit 50/50-concept aus Hamburg durchführt. Durch die Zusammenarbeit haben die Einrichtungen neben dem pädagogischen auch einen finanziellen Gewinn, denn das Projekt finanziert sich aus den Einsparungen, die gegenüber dem Jahr 2017 als Referenzjahr vor dem Projektstart erzielt werden. Neben den Honoraren zur Projektbetreuung entfällt ein Anteil für die städtischen Kitas und Schulen, der dann wiederum für weitere Energiesparmaßnahmen eingesetzt wird.

Das Projekt hat seine Anfänge schon in den 1990ern und wurde ab dem Jahr 2015 vom Fachbereich Gebäudewirtschaft der Hansestadt Lüneburg wiederbelebt, damals ermöglicht durch Mittel aus einem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums. Seit dem Jahr 2018 trägt sich das Projekt selbst.

PR
Foto: Grundschule Kreideberg

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