Generalüberholung für Schnellfahrstrecken: Beginn im Abschnitt Hannover–Göttingen

NIEDERSACHSEN. Nach fast 30 Jahren benötigen die Schnellfahrstrecken bei der DB eine Frischekur. Den Auftakt der Sanierung macht die Verbindung Hannover–Würzburg. Auf dem 89 Kilometer langen Streckenabschnitt Hannover–Göttingen werden von Dienstag, 11. Juni bis Samstag, 14. Dezember rund 142 Kilometer Gleise, 47 Weichen, 243.000 Schwellen und 405.000 Tonnen Schotter erneuert. Neun Tunnel und acht Talbrücken werden saniert. Außerdem werden technische Anlagen auf den neuesten Stand gebracht und die Oberleitungsanlagen saniert.

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg wurde am 2. Juni 1991 eröffnet, der Baubeginn war am 10. August 1973. Die insgesamt 327 Kilometer lange Strecke führt durch die drei Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Bayern. Auf der Strecke befinden sich 49 Brücken und 63 Tunnel. Es verkehren rund 110 Fernverkehrszüge und durchschnittlich 26 Güterzüge täglich. Die maximale Geschwindigkeit beträgt für den Personenverkehr 280 km/h, und für den Güterverkehr 160 km/h.

Auswirkungen auf den Fernverkehr
Für die Arbeiten wird die Strecke komplett gesperrt. Die Züge werden über die Leinetal-Strecke umgeleitet. Dadurch ergeben sich Fahrzeitenverlängerungen von 30 bis 45 Minuten. Details zu den Fahrplanänderungen sind in den Fahrplanmedien veröffentlicht.

Auswirkungen auf den Regionalverkehr
Aufgrund der Umleitung der Fernverkehrszüge über die Leinetal-Strecke kommt es zu Abweichungen und Zugausfällen im Nahverkehr.

Für die Linien RB 80 (Göttingen–Nordhausen) und RB 86 (Einbeck Mitte-Northeim-Göttingen) ergeben sich Fahrplan- und Anschlussänderungen.

Linie RB82 (Göttingen–Bad Harzburg):
Bad Harzburg–Kreiensen
Die Züge verkehren mit abweichenden Fahrzeiten, in Kreiensen wird stündlich der RE2 erreicht.

Kreiensen–Northeim
Die Züge entfallen. Fahrgäste nutzen den RE2.

Northeim–Göttingen
Die Züge entfallen. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

Sollten aufgrund der Bauarbeiten Züge des RE 2 (metronom) in Einbeck-Salzderhelden verspätet ankommen, wird nach Möglichkeit eine zusätzliche Fahrt der RB 86 von Einbeck-Salzderhelden nach Einbeck Mitte angeboten, um Wartezeiten zu vermeiden. Diese Bedarfsfahrten werden kurzfristig durch Ansagen im Zug und am Bahnsteig kommuniziert.

Details zu den Änderungen sind in den Fahrplanmedien veröffentlicht.

Auswirkungen auf den S-Bahnverkehr
Die Linie S4 Hannover-Sarstedt-Hildesheim fahren in leicht geänderten Taktzeiten zwischen Hannover-Messe/Laatzen und Hildesheim. Die Züge der Linien S21 (Barsinghausen–Hannover) und S51 (Hameln–Hannover-Bismarckstraße) fallen aus.

Auswirkungen auf die Züge des metronom/erixx
Die Linie RE2 (metronom) Hannover–Northeim–Göttingen verkehrt mit abweichenden Abfahrts- und Ankunftszeiten. Die Linie RE10 (erixx) Hannover-Bad Harzburg fährt ohne Einschänkungen.

Die Reisenden werden rechtzeitig in den Bahnhöfen durch eindeutige Aushänge, Wandaufkleber, teilweise Fußbodenaufkleber und Ansagen sowie Durchsagen und Memo-Karten in den Zügen informiert.

Durch ausgefeilte Baukonzepte und frühzeitige Information sollen die Auswirkungen der Baumaßnahmen so gering wie möglich gehalten werden. Wichtig ist, dass für jedes Bauvorhaben die Kundeninformation reibungslos funktioniert. Daher werden für die größten Baumaßnahmen schon bis zu zwei Jahre im Voraus Baufahrpläne entwickelt, in denen Umleitungen, Ersatzverkehre oder Fahrzeitverlängerungen entlang bestimmter Korridore hinterlegt sind. Auf dieser Basis erhält der Fahrgast verlässliche Informationen zum Fahrplan und kann seine Reiseplanung frühzeitig darauf einstellen.

Über Fahrplanänderungen informiert die Bahn über zahlreiche Kanäle von der App wie dem DB Navigator über Max Maulwurf, Flyer, Aushänge und Plakate in den Bahnhöfen bis hin zu online-Angeboten.

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Foto: Deutsche Bahn AG / Christian Bedeschinski

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