Wasserwirtschaft im Zeichen des Klimawandels – 33. BWK-Bundeskongress 2018 in Lüneburg

LÜNEBURG. Der BWK Bundesverband veranstaltet in diesem Jahr seinen 3-tägigen Bundeskongress 2018 vom 20. bis zum 22. September in Lüneburg unter dem Leitsatz „von der (trockenen) Heide zur (nassen) Elbe – Wasserwirtschaft in Zeiten des Klimawandels“. Die Tagung trifft gerade nach dem Jahrhundertsommer 2018 mit dem Thema „Wasserbedarf in der Zukunft“ die aktuelle Diskussion um Klimawandel und Wasser. Daneben geht es aber auch um den Hochwasserschutz im Binnenland mit einem besonderen Focus auf die zunehmenden Starkregenereignisse. Der Bundeskongress unseres Ingenieurverbandes findet jedes Jahr in einem anderen Bundesland statt. Er wurde gemeinsam von BWK Bundesverband (Präsident Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Aachen) und BWK Landesverband Niedersachsen Bremen (Vorsitzender Dipl.-Ing. Ulrich Ostermann, Lüneburg) organisiert. Vor dem Fachtagungsteil finden am Donnerstag die Bundesversammlung und die Gremiensitzungen des Verbandes statt.

Eröffnungsveranstaltung am 20. September 2018
Die Eröffnung der Tagung findet am Donnerstag, den 20.9 in der Musikschule Lüneburg statt. Dazu erwarten wir rd. 150 Gäste. Die Eröffnung beginnt mit Grußworten aus dem Umweltministerium und vom Bürgermeister der Stadt Lüneburg. Anschließend führen 3 Vorträge (Keynotes) in die Themen der Fachtagung ein, die dann mit 2 ganztägigen Foren am Freitag im Hotel Seminaris fortgeführt wird. Nach einem einführenden Vortrag zu „Klimawandel und Anpassung“ von Herrn Prof. Dr. Hans von Storch wird die Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Frau Dipl.-Ing. Anne Rickmeyer auf die aktuellen Herausforderungen zum Hochwasserschutz im Binnenland eingehen. Zur besonders aktuellen Thematik der Grundwasserressourcen (Menge und Qualität) wird Herr Prof. Dr. Thomas Himmelsbach von der Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR) vortragen.

Fachforen am 21. September 2018
Den Schwerpunkt der Tagung bilden insgesamt 19 Vorträge in zwei ganztägigen Fachforen zu den Themenkreisen „Hochwasserschutz im Binnenland in Zeiten zunehmender Starkregenintensität“ und „Grundwassermenge und Wassermanagement im Zeichen steigenden Wasserbedarfs“. Die Foren werden von ausgewiesenen Experten aus den beiden Fachgebieten geleitet.

Hochwasserschutz im Binnenland in Zeiten zunehmender Starkregenintensität
Unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Klaus Röttcher beginnen die Vorträge im Forum zunächst mit einem bundesweiten Blick auf grundsätzliche Probleme und Gesichtspunkte des Hochwasserschutzes, der Risikoanalyse, dem Hochwasser- und Risikomanagement und der hydraulischen Leistungsfähigkeit von Vorländern. In der weiteren Vortragsabfolge fokussieren sich die Themen dann auf besondere fachliche Gesichtspunkte, wie den klimatischen Veränderungen auf die Abflussverhältnisse und die monetären Auswirkungen von Hochwassergefahren, die Risikokommunikation und den kooperativen Hochwasserschutz in einer Region. Die Vorträge werden abgerundet mit dem Blick auf Starkregen und Hochwasser in kleinen Einzugsgebieten sowie einen Vortrag zu Planung und Bau der Hochwasserschutzanlagen in Hitzacker und den Hochwässern der Elbe.

Grundwassermenge und Wassermanagement im Zeichen steigenden Wasserbedarfs
Unter Leitung von Dipl.-Geol. Axel Lietzow, Referatsleiter „Grundwasser- und Abfallwirtschaft, Altlasten“ des Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie werden in den Vorträgen zunächst die klimabedingten Veränderungen der Grundwassermengen und -stände für Deutschland und mit dem Focus auf die Metropolregion Rhein-Main und das Bundesland Sachsen dargestellt sowie die Grundsätze, Perspektiven und Maßnahmen der der Wasserwirtschaft für Deutschland aufgezeigt. In den weiteren Vorträgen werden die zukünftigen Veränderungen der Grundwasserneubildung für Deutschland und Niedersachsen sowie die Methoden zur Bewertung der Interaktion zwischen Grundwasser und Oberflächenwasserkörpern dargestellt. Die Vorträge schließen mit den Möglichkeiten zur überregionalen Bewirtschaftung von Grundwasserleitern und der praktischen Umsetzung von Maßnahmen zur Stabilisierung des (Grund)Wasserhaushalts.

Fachexkursion am 22. September 2018
Am Samstag führt eine Fachexkursion die Teilnehmer nach Hitzacker zur Besichtigung der Hochwasserschutzanlagen. Hier werden den Tagungsteilnehmern die Anlagen zum Hochwasserschutz, das Siel für die Jetzel und das größte Binnenschöpfwerk Niedersachsens vorgestellt. Die Führung übernimmt der Bauingenieur Heiko Warnecke vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Lüneburg.

Rahmenprogram
Neben dem fachlichen Teil gehört zur Tagung auch ein Rahmenprogramm mit Stadtführung, Exkursion in die Heide und Abendveranstaltungen um die seit Jahrzehnten gelebte Gemeinschaft der Wissenschaftler und Ingenieure im BWK zu fördern.

PR