Der Schienenersatzverkehr zwischen Lüneburg und Celle stellt Schüler*innen aus Uelzen vor Herausforderungen
Der Kreisschülerrat Uelzen kritisiert die aktuelle Situation rund um den Schienenersatzverkehr zwischen Lüneburg und Celle scharf. Was als Übergangslösung im Rahmen der Qualitätsoffensive gedacht war, entwickelt sich für viele Schüler*innen zunehmend zu einer täglichen Belastung.
Gemeinsam mit den Kreisschülerräten Lüneburg und Celle steht der Kreisschülerrat Uelzen im Austausch mit betroffenen Schüler*innen aus der Region. Die Rückmeldungen zeichnen ein deutliches Bild: verspätete Ankünfte, überfüllte Busse, verpasste Anschlüsse und deutlich verlängerte Schulwege gehören für viele inzwischen zum Alltag.
Besonders betroffen sind Schüler*innen, die täglich zu berufsbildenden Schulen pendeln oder auf Verbindungen zwischen Uelzen, Bad Bevensen, Lüneburg und Celle angewiesen sind. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten stoßen sowohl der Schienenersatzverkehr als auch bestehende Schulbuslinien sichtbar an ihre Grenzen.
„Viele Schüler*innen stehen morgens in überfüllten Bussen, kommen regelmäßig zu spät zum Unterricht oder müssen ihren gesamten Tagesablauf an unzuverlässige Verbindungen anpassen. Das darf kein Dauerzustand werden“, erklärt David Schwirk, Sprecher des Kreisschülerrates Uelzen.
Aus Sicht des Kreisschülerrates zeigt die aktuelle Lage vor allem eines: Schüler*innen werden bei Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen noch immer nicht ausreichend mitgedacht. Während von jungen Menschen Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und Verlässlichkeit erwartet werde, fehle genau diese Verlässlichkeit derzeit im öffentlichen Nahverkehr.
Besonders kritisch sieht der Kreisschülerrat Uelzen, dass die Belastungen inzwischen weit über bloße Unannehmlichkeiten hinausgehen. Wer täglich deutlich früher aufstehen muss, regelmäßig unter Stress steht oder nicht sicher planen kann, ob der Schulweg funktioniert, wird in seinem Schulalltag erheblich eingeschränkt.
Gemeinsam mit den Kreisschülerräten Lüneburg und Celle fordert der Kreisschülerrat Uelzen von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und allen Mitverantwortlichen daher schnelle Verbesserungen: Zusätzliche Kapazitäten im Schienenersatzverkehr, eine bessere Abstimmung zwischen Fahrplänen und Schulzeiten, Entlastungen für reguläre Schulbuslinien sowie eine frühzeitige und transparente Kommunikation bei Änderungen und Ausfällen. (Hierfür verweisen wir auch auf die Pressemitteilung des KSR Lüneburg vom 07.05.2026)
„Wenn bereits der Schulweg zur Belastung wird, kann der restliche Tag kaum besser werden“, fasst Michael Veschunov, Mitglied des Kreisschülerrates Uelzen, zusammen.
Der Kreisschülerrat Uelzen wird die Situation gemeinsam mit dem Kreisschülerrat Lüneburg und dem Kreisschülerrat Celle weiterhin öffentlich begleiten und konkrete Verbesserungen einfordern. Schüler*innen dürfen nicht dauerhaft die Folgen unzureichender Planung tragen. Wer Verlässlichkeit von jungen Menschen erwartet, muss auch einen verlässlichen Schulweg gewährleisten.
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