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Schweinebranche: Tierbestände reduzieren und mehr Tierschutz durchsetzen

NIEDERSACHSEN. „Niedersachsen ist nicht nur eine Hochburg der Fleischproduktion, sondern auch Hochburg der Verstöße gegen Tierschutzvorgaben. Es ist doch ein Skandal, wenn die staatlichen Kontrollen offenbar nicht ausreichen, um Missstände bei der Tierhaltung in den Ställen aufzudecken“, übt Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, scharfe Kritik an Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Leopold betont: „Aber offenbar hat sich die Ministerin schon an die fast wöchentlichen Meldungen über Fälle von Tierquälerei in verdreckten und überfüllten Ställen gewöhnt. Anders ist es nicht zu erklären, warum sie tatenlos zusieht und geradewegs so tut, als hätte das alles nichts mit der Art und Weise der Schweinefleischproduktion zu tun. Nein, das sind nicht etwa jedes Mal ‚krasse Fälle von Vernachlässigung, der in dieser Form bislang noch nie aufgetreten sind‘, sondern diese Entwicklung ist die direkte Folge einer Politik, die Dumpingpreise und ruinösen Wettbewerb fördert. Damit muss endlich Schluss sein! Die tierhaltenden Betriebe dürfen nicht weiter im Stich gelassen werden. Sie brauchen nicht nur Geld für die Umsetzung von mehr Tierschutz, sondern vor allem Schutz vor dem übermächtigen Druck von Schlacht- und Handelskonzernen und deren Preisdiktaten. Der Wettbewerb, den die Discounter mit einem unwürdigen Preiskampf auf dem Rücken der Bäuerinnen und Bauern austragen, wird immer brutaler. Deshalb müssen Dumpingpreise und Lockvogelangebote bei Lebensmitteln endlich der Vergangenheit angehören. Dafür brauchen wir jetzt endlich klare Gesetze, um diesen Saustall auszumisten, und keine freiwilligen Verpflichtungen der Unternehmen und halbherzigen Appelle der Ministerin.“

„Während sich in den letzten zehn Jahren der Bestand an Schweinen deutlich erhöht hat, ist die Zahl der niedersächsischen Betriebe im gleichen Zeitraum fast um die Hälfte geschrumpft. Die Landwirtschaftsministerin muss endlich ihre Hausaufgaben machen und sich unter anderem mit Blick auf die Schweine-Megaställe dafür einsetzen, dass endlich eine Reduzierung der Tierbestände auf die Tagesordnung kommt. Darüber hinaus müssen die zuständigen Veterinärämter mit genügend Personal ausgestattet werden. Nur so können Tierschutzkontrollen in ausreichendem Maß durchgeführt und etwaige Missstände bei der Tierhaltung oder in Schlachthöfen rechtzeitig aufgedeckt bzw. verhindert werden“, fordert Leopold.

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