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Verbesserung des Mobilfunks in der Deutschen Bucht

NIEDERSACHSEN. Niedersachsen und Bremen engagieren sich für die Verbesserung des Mobilfunks in der Deutschen Bucht. Mit einer Machbarkeits- und Kostenstudie zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung vor Ort liegen nun neben einer Kostenschätzung erstmals konkrete Empfehlungen zur technischen Umsetzung für die erforderlichen Mobilfunktürme vor. In Auftrag gegeben wurde das Papier vom Breitbandzentrum Niedersachsen Bremen (BZNB).

Niedersachsens Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Deutsche Bucht ist in Sachen Mobilfunk bisher unterversorgt. Dies ist insbesondere für die Digitalisierung der Schifffahrt ein Hindernis. Die Studie des BZNB zeigt erstmals umfassend und konkret auf, wie wir die Mobilfunkversorgung der Deutschen Bucht voranbringen können und welche Hindernisse es hier gibt. Sie ist somit eine wichtige Diskussionsgrundlage, mit der wir die Mobilfunkversorgung in der Nordsee nun weiterverfolgen können.“

Bremens Senatorin für Wissenschaft und Häfen Dr. Claudia Schilling: „Die verlässliche öffentliche Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft durch den Einsatz digitaler Prozesse im Bereich der Schifffahrt und der vielfältigen Meeresnutzung. Auch die Freizeit- und Sportschifffahrt wird davon profitieren. Ich begrüße es sehr, dass mit den Standort- und Kostenplanungen die wesentlichen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden und im nächsten Schritt die konkrete Umsetzung geplant wird.“

Die nun vorliegende Studie basiert auf der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beauftragten Studie „Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht und Standortplanung“ der TU Braunschweig. Diese Ergebnisse hat das BZNB in seiner Kostenstudie aufgegriffen, um für die öffentliche Hand erstmalig die Investitions- und Betriebskosten für die erforderlichen neuen Standorte in der Nordsee zu ermitteln. Sie beinhaltet neben einer Kostenschätzung für die Baukosten eines Mobilfunkturms auch die jährlichen Betriebskosten und die Investitionskosten für die Seekabelanbindung. Insbesondere die Seekabelanbindung für die Strom- und Glasfaseranbindung verursachen sehr hohe Kosten. Laut der Studie handelt es sich für zwei unterschiedliche Szenarien um Gesamtkosten zwischen 55 und 92 Millionen Euro für die Versorgung der Deutschen Bucht.

„Diese Studie stellt einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer verlässlichen Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht dar. Sie umfasst neben den Investitionskosten auch eine favorisierte Bauform für die Mobilfunktürme sowie wichtige planerische Aspekte, die für die Realisierung bedeutend sind. Durch eine verlässliche Versorgung mit Mobilfunk in der Deutschen Bucht kann die Digitalisierung der Schifffahrt deutlich vorangetrieben werden“, fasst Peer Beyersdorff, Geschäftsführer des BZNB und Auftraggeber der Studie, zusammen.

Da Mobilfunkstandorte auf See besondere Anforderungen mit sich bringen, wurden Experten aus der Offshore-Industrie, die Offshore Wind Technologie GmbH (OWT) aus Leer, mit der Erstellung der Studie beauftragt. Einen wichtigen Ergänzungsbeitrag zur Kostenschätzung der Seekabelanbindung wurde von der ebenfalls in Leer ansässigen Firma Seaway Offshore Cables GmbH (Seaway 7) geliefert.

Das Ergebnis kann auf der Website des BZNB hier heruntergeladen werden.

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