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Tag der Umwelt 2021 – Lies: „Nein zu Wegwerf-Plastik – ja zu Mehrweg“

NIEDERSACHSEN. Am morgigen Samstag ist der internationale Tag der Umwelt. Er steht in diesem Jahr unter dem Titel „Mehrweg/Einweg“. Dazu erklärt der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies:

„Der schonende Umgang mit unseren Ressourcen ist ein wesentlicher Kernpunkt einer nachhaltigen Umweltpolitik und einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Kunststoff wird zunehmend in kurzlebigen Produkten verwendet. Das ist nicht ressourcenschonend. Hinzu kommt, dass die falsche Entsorgung von Einwegplastik die Umwelt besonders belastet. Deshalb kann man es nicht häufig genug sagen: Plastikverpackungen und Einweggeschirr vermeiden, auf Mehrweg setzen und die Verwendung von Recyclingkunststoffen vorantreiben.“

Nach Schätzungen werden bundesweit immer noch circa 2,8 Milliarden Becher pro Jahr verbraucht. Allein durch diese Einwegbecher entstehen in jedem Jahr in Deutschland circa 40.000 Tonnen Müll. Lies: „Das bleibt eine erschreckend beeindruckende Zahl.“ Dabei reduzieren Mehrwegsysteme den Verbrauch von Einwegverpackungen und tragen damit einen wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung bei. Eng verbunden mit Mehrwegsystemen sind Pfandsysteme, die Verbraucherinnen und Verbrauchern durch einen beim Kauf entrichteten Pfand einen Anreiz geben, die Verpackungen zurück zu geben und so der Vermüllung vorzubeugen. „Jede und jeder kann hier einen Beitrag leisten.“

Dabei ist die Nutzung von Mehrwegsystemen ebenso wichtig, wie die Suche nach umweltfreundlichen, nachhaltige Alternativen zu Kunststoffen in Einwegprodukten. „Wenn wir uns jetzt nicht wesentlich stärker um den notwendigen Ressourcenschutz und den Umgang mit Einwegverpackungen kümmern, werden wir schon in wenigen Jahren weltweit unsere Ökosysteme dauerhaft schädigen“, so Minister Lies.
Mit der Bundesratsinitiative Niedersachsens zur „Verringerung des Exports von Plastikmüll“ im Juli 2020 hat Niedersachsen für die Problematik der unsachgemäßen Plastikentsorgung auf globaler Ebene bereits Verantwortung übernommen und einen erfolgreichen Beitrag geleistet, den Export von Plastikabfällen künftig zu limitieren.

Minister Lies begrüßt in diesem Zusammenhang die vor wenigen Wochen von der Bundesregierung verabschiedete dritte Novelle des Verpackungsgesetzes. Sie sei ein Meilenstein hin zu einem nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen, insbesondere Kunststoffen: „Die Novelle verpflichtet ab 2023 Lieferdienste, Restaurants, Bistros und Cafés, die To-Go-Getränke und Take-Away-Essen anbieten, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Dabei darf die die Mehrwegvariante nicht teurer sein als das gleiche Produkt in einer Einwegverpackung.

Auch die Einwegkunststoffverbotsverordnung, die ab Juli verbietet, das bestimmte Einwegkunststoffprodukte wie etwa Bestecke oder Wattestäbchen sowie To-Go-Lebensmittelbehälter und Getränkebecher bzw. -behälter aus Styropor in Verkehr gebracht werden, ist ein wichtiger Schritt. Sie dient dazu, das achtlose Wegwerfen dieser Produkte in die Umwelt zu begrenzen und mit der Ressource Kunststoff nachhaltiger umzugehen.“

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