Bei Impfungen alle mitnehmen: Landkreis und Hansestadt entwickeln Strategien für sozial Benachteiligte

Landkreis LÜNEBURG. Impfen schützt vor Corona – damit diese Möglichkeit allen Menschen gleichermaßen bereitsteht, wollen Landkreis und Hansestadt Lüneburg einen besonderen Weg gehen: Sie entwickeln ein Konzept für Impfmöglichkeiten in Wohnvierteln, in denen viele Menschen auf engem Raum leben. „Das Robert Koch-Institut hat festgestellt, dass sozial Benachteiligte schwerer von der Pandemie betroffen sind als andere Bevölkerungsschichten“, erläutert Landrat Jens Böther. „Niemand aber darf bei den Impfungen abgehängt werden.“ Sobald die Impfreihenfolge aufgehoben ist und damit dann alle Menschen geimpft werden könnten, solle der Plan greifen.

Wie die genaue Umsetzung aussieht, daran arbeiten derzeit die Verantwortlichen. Sie müssen beispielsweise klären, wo die Menschen in den jeweiligen Quartieren ihre Impfungen erhalten können, welche Abläufe sinnvoll sind und wie man die Zielgruppen am besten erreichen kann. „Ich kann mir sehr gut regelmäßige Angebote vorstellen, so dass sich feste Tage etablieren“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge und nennt als einen möglichen Standort Kaltenmoor. Landrat Jens Böther ergänzt: „Es geht darum, nah an den Menschen zu sein. Dabei helfen uns Partner vor Ort, damit wir unkompliziert und schnell Impfungen anbieten können.“

Der Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsschicht und dem Corona-Infektionsrisiko hat verschiedene Hintergründe. Unter anderem leben in ärmeren Wohnvierteln viele Menschen auf engem Raum, diese arbeiten oft im Dienstleistungssektor. Aufgrund sprachlicher Hürden fehlt außerdem in manchen Fällen das Wissen über COVID-19 und die Ansteckungswege. Umfangreiches Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen stellt der Landkreis Lüneburg auf corona.landkreis-lueneburg.de/sprachen zur Verfügung. Passend zu dem neuen Angebot wird zusätzliches Material vorbereitet, das die Zielgruppe direkt anspricht.

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