Jetzt für den Gesundheitspreis 2020 bewerben

NIEDERSACHSEN. Der Gesundheitspreis zeichnet jährlich kreativer Ideen und Produkte als Beispiele guter Praxis im Gesundheitswesen aus. Die Corona-Pandemie stellt das Gesundheitssystem aber auch jeden einzelnen vor neue Herausforderungen. „Deshalb zeichnen wir in diesem Jahr in drei Preiskategorien Praxislösungen aus, die zeigen, wie man sich in Zeiten des Corona-Virus gut informieren kann, psychisch gesund bleibt und unterstützt durch digitale Technik besser durch den Alltag kommt“, sagt die Schirmherrin des Gesundheitspreises, Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Es können sowohl Projekte anderer als preiswürdig vorgeschlagen, als auch eigene Projekte folgender Preiskategorien eingereicht werden:

  1. Gesundheitskompetenz – mehr denn je gefragt!

Informationen zum Coronavirus stehen dank der Digitalisierung fast grenzenlos und rund um die Uhr zur Verfügung – in sozialen Medien, im Internet, über Smartphones, Apps oder Telefonhotlines. Panikmache, Fake News und Verschwörungstheorien machen derzeit die Runde und verbreiten sich rasant. Viele Menschen sind verunsichert, haben Angst und reagieren nicht immer rational oder verschließen sich den fachlich begründeten Warnungen und Hygienehinweisen. Ein angemessener Umgang mit den Verhaltensmaßgaben einerseits und Exit-Strategien andererseits setzt Gesundheitskompetenz voraus, die während der Pandemie besonders gefördert werden muss. Gesucht werden Initiativen und Maßnahmen, die Menschen in allen Altersstufen befähigen, valide gesundheitsrelevante Informationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und diese in die eigene Entscheidungsfindung zu integrieren.

  1. Die psychosoziale Gesundheit in Zeiten von Distanz erhalten

Kitas und Schulen waren lange geschlossen, in Krankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen herrschen Besuchs- bzw. Ausgangsbeschränkungen, viele Freizeitangebote stehen nicht zur Verfügung. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und die Ungewissheit darüber, wann und wie es für viele weitergehen wird, prägen das gesellschaftliche Leben. Fehlen gewohnte Alltagsstrukturen, sind zunehmend Einsamkeit, Depressionen, Gewalt, Alkohol- und Drogenkonsum sowie suizidales Verhalten zu beobachten. Gleichzeitig sind vielfach der Zugang und die Kontinuität von Angeboten für Menschen mit sich entwickelnden oder bestehenden psychischen Erkrankungen erschwert. Gefragt sind Maßnahmen und Ansätze, die Unterstützung und Verbundenheit trotz des physischen Abstandes herstellen und z.B. für Heranwachsende, Wohnungslose, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftige und deren Angehörige in den Blick nehmen.

  1. eHealth – digitale Lösungen in herausfordernden Zeiten

Bereits vor der Corona-Krise hat die Digitalisierung das gesellschaftliche Leben und die Anforderungen an eine moderne Gesundheitsversorgung enorm verändert. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung massiv beschleunigt. Derzeit arbeiten viele Unternehmen im eHealth-Bereich an Lösungen, um Abläufe effizienter zu gestalten und das Gesundheitssystem zu entlasten. Menschen müssen, bei gleichzeitiger Sicherung der medizinischen Versorgung, vor einer Ansteckung geschützt werden. Innovative Ansätze können dabei helfen, die entstandene Distanz zwischen den Leistungserbringenden und den Patientinnen und Patienten sowie Hilfesuchenden wirksam zu überwinden. Prämiert werden Projekte, die die derzeitigen Herausforderungen aufgreifen und mit Hilfe moderner Technologien und Versorgungsformen dazu beitragen, die niedersächsische Bevölkerung sektorenübergreifend qualitativ hochwertig zu versorgen.

Der Niedersächsische Gesundheitspreis wird jährlich von den Niedersächsischen Ministerien für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, der AOK Niedersachsen, der Apothekerkammer Niedersachsen und der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen ausgeschrieben.

Die Koordination der Ausschreibung erfolgt durch die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. Bewerbungen sind noch bis zum 31. Juli 2020 möglich. Weitere Informationen zum Preis und zu den Teilnahmebedingungen gibt es unter www.gesundheitspreis-niedersachsen.de

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