Fördergelder für die Kultur: Landkreis unterstützt Museumsstiftung und Festspiele

Landkreis LÜNEBURG. Die Corona-Pandemie hat die Kulturlandschaft in der Region besonders hart getroffen. Aus diesem Grund will der Landkreis Lüneburg die Museumsstiftung Lüneburg finanziell fördern. Auch die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sollen Unterstützung erhalten. Das geht aus zwei Beschlüssen hervor, die vergangenen Dienstag (9. Juni 2020) der Ausschuss für Partnerschaft und Kultur des Landkreises gefasst hat. Derweil hat das Theater Lüneburg einen Plan für die kommende Spielzeit aufgestellt.

Nicht ganz einfach ist aktuell die finanzielle Situation bei der Museumsstiftung Lüneburg: Zum einen haben das Museum Lüneburg und das Deutsche Salzmuseum durch die Corona-Pandemie mit Einnahmeeinbußen zu kämpfen, zum anderen hat die Sparkassenstiftung Anfang des Jahres ihren Förderzuschuss gekürzt. 112.500 Euro hat die Museumsstiftung nun beim Landkreis Lüneburg beantragt.
Die Gelder sollen einen Großteil der entstandenen Verluste kompensieren. Der Kulturausschuss bewilligte insgesamt 75.000 Euro. Weiteren 12.500 Euro hat der Kreisausschuss bereits zugestimmt. Den restlichen Betrag kann die Museumsstiftung noch aus anderen Fördertöpfen des Landkreises beantragen. Der Landkreis Lüneburg investiert zudem in die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Aufgrund der Corona-Krise finden die Konzerte in Bleckede und Konau nicht statt. Die Ausschussmitglieder beschlossen, gemeinsam mit dem Landschaftsverband Lüneburg ein Ausfallhonorar von rund 15.000 Euro an die Festspiele zu zahlen, um die entstandenen finanziellen Einbußen abzufedern.

Zusätzlich zu den beiden Beschlüssen stellte Volker Degen-Feldmann, Geschäftsführer des Theaters Lüneburg, die aktuelle finanzielle Situation der größten Spielstätte der Region vor. Wegen der Corona-Pandemie wurden etwa 160 Vorstellungen abgesagt, insgesamt 35.000 Zuschauer blieben deshalb aus. Für die im Juni endende Spielzeit verzeichnet das Theater trotzdem noch eine positive Bilanz, weil für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell Kurzarbeit bewilligt wurde.

Ab September sollen wieder Stücke auf die Bühne gebracht werden. Die Verantwortlichen des Theaters haben dafür ein Hygienekonzept erstellt: 150 Leute sollen dann noch in den Saal passen, die Bühnenstücke zwischen 60 und 75 Minuten lang sein und zwei Vorstellungen pro Abend stattfinden. Auch auf der Bühne und im Orchestergraben wird das Personal reduziert, damit der Mindestabstand gewahrt werden kann. Ab Januar 2021, so die Hoffnung, soll der reguläre Theaterbetrieb wieder starten.

Für die ab Juli beginnende Spielzeit rechnet Volker Degen-Feldmann jedoch mit einem Minus von 400.000 Euro, welches in den folgenden Spielzeiten wachsen wird. Ein Vertrag mit dem Land Niedersachsen zur Finanzierung der öffentlichen Theater steht zwar kurz vor dem Abschluss, enthalten sind darin jedoch nicht die jährlichen Tariferhöhungen, sodass sich die Fehlbeträge jährlich weiter aufsummieren werden.

Weitere Informationen zu den Ausschüssen gibt es unter www.landkreis-lueneburg.de/kreistag.

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