Bundesstraße 4: Landkreis ergreift Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit

Landkreis UELZEN. Angesichts der Häufung schwerer Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße 4 wird der Landkreis Uelzen als zuständige Straßenverkehrsbehörde auf dem Streckenabschnitt zwischen Uelzen und nördlicher Kreisgrenze kurzfristig Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit umsetzen. In dem Bereich zwischen der Hansestadt Uelzen und dem Ortseingang Melbeck haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten vermehrt Verkehrsunfälle ereignet, bei denen mehrere Menschen verletzt und getötet wurden.

Die Maßnahmen gehen zurück auf entsprechende fachliche Beratungen und Vorschläge der Unfallkommissionen der Landkreise Uelzen und Lüneburg. Die Straßenverkehrsbehörden beider Landkreise haben auf Basis dieser Vorschläge zusammen mit dem Straßenbaulastträger, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, und der Polizei konkrete Maßnahmen beschlossen, die in drei Stufen zeitlich versetzt umgesetzt werden sollen.

Ziel ist insbesondere eine Verstetigung des Verkehrsflusses. Darüber hinaus soll eine Verdeutlichung bzw. Abgrenzung der zur Verfügung stehenden Verkehrsflächen erreicht werden. „Bei den Maßnahmen wurde auch die Problematik der sehr hohen Verkehrsbelastung der B4 auf diesem Streckenabschnitt berücksichtigt. Letztlich aber ist es ein Abwägungsprozess zwischen möglichst zügigem Verkehrsfluss und damit verbundenem Gefährdungspotenzial“, so Matthias Schild, Leiter des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Uelzen.

In einer ersten Stufe soll kurzfristig auf der Bundesstraße 4 zwischen Ziegeleiweg/Uelzen und Ortseingang Melbeck durchgängig eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h erfolgen. Die Geschwindigkeitsreduzierung von 100 auf 80 km/h gilt täglich von 6 bis 19 Uhr. Von dieser Begrenzung auf 80 km/h ist lediglich der zweispurige Bereich zwischen Tätendorf und Hoystorfer Berg (Fahrtrichtung Uelzen) ausgenommen. Als eine weitere Maßnahme wird ein durchgängiges Überholverbot für LKW umgesetzt.

In der zweiten Stufe ist geplant, die Mehrzweckstreifen zwischen Tätendorf und Bienenbüttel durch den Einbau von Leitpfosten von der Fahrbahn abzutrennen. „Damit soll erreicht werden, dass ein Befahren der Mehrzweckstreifen beziehungsweise auch ein Abdrängen von Fahrzeugen durch rücksichtslose Überholer auf diese Streifen verhindert wird“, erläutert Matthias Schild. Derzeit bestehe bei zahlreichen Verkehrsteilnehmern Unsicherheit hinsichtlich der Nutzung der Mehrzweckstreifen. Dadurch komme es regelmäßig zu gefährlichen Überholsituationen.

In einer dritten Stufe soll voraussichtlich 2022 der Bereich zwischen Bienenbüttel und Jelmstorf im Rahmen einer Straßenerhaltungsmaßnahme umgestaltet werden. Die Arbeiten werden analog zum Abschnitt zwischen Tätendorf und Kirchweyhe erfolgen und zu einer Beseitigung der Mehrzweckstreifen führen. Der Bereich zwischen Jelmstorf und Tätendorf wird ebenfalls hinsichtlich einer Umgestaltung konzeptionell geprüft. Sämtliche Maßnahmen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

Dringenden Handlungsbedarf sieht auch Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume: „Vor dem Hintergrund der Unfallhäufung und der Schwere der Unfälle bin ich der Landesbehörde sehr dankbar, dass jetzt ganz konkrete Maßnahmen angegangen und umgesetzt werden können, die hoffentlich zu einer deutlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit auf dieser Strecke führen werden.“

PR

Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser in dem Beitrag nicht erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com.