Generalversammlung Landwirtschaftlicher Verein Wieren: „Was habe ich mir dabei gedacht?“

WIEREN/LEHMKE. Von den 187 Mitgliedern des Landwirtschaftlichen Vereins Wieren und Umgegend waren fast 50 zur Generalversammlung nach Lehmke gekommen. Was der stellvertretenden Vorsitzende des Landvolkes, Henning Schulz (Melzingen) und Marie Zackariat vom Bauernverband Nordostniedersachsen zu berichten hatte, das gefiel insbesondere den aktiven Landwirten nicht immer, auch wenn beide Referenten durchaus Lösungsansätze vorstellten.

Die Wasserkontingente sind teilweise ausgeschöpft. Neue Technik und Forschung eröffnen die Möglichkeit zum effektiveren Umgang mit Wasser. Sollte die drohende afrikanische Schweinepest tatsächlich den Kreis Uelzen erreichen, dann sind davon nicht nur Schweinemastbetriebe betroffen. Deutliche Kritik von Henning Schulz an der Düngeverordnung: „Nur zwei Messstellen im Kreis Uelzen, aber westlich der Ilmenau harte Auflagen für alle Betriebe geht nicht.“ So sind im Bereich des Landwirtschaftlichen Vereins Wieren alle Feldmarken und Waldflächen westlich der Aue als sogenannte rote Gebiete besonders hart betroffen. Hier wird die vorgesehene Maßnahme, 20% unter dem erforderlichen Pflanzenbedarf zu düngen, große Probleme bereiten.

Wenn auch Nora Schneck, technische Aufsichtsbeamtin bei der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, zum Thema „Was habe ich mir dabei gedacht?“ teilweise kuriosen aber auch schreckliche Unfälle sehr plastisch zeigte, blieben dennoch nachdenkliche Gesichter zurück.

Im Vorstand des Landwirtschaftlichen Vereins Wieren gibt es eine Veränderung. Juliane Schorling rückt für Jürgen Wellmann (Drohe) nach, der nach 23 Jahren nicht wieder kandidierte. Albert Grützmacher (Ostedt), Christian Fauteck (Kroetze) und Dieter Schoop (Wieren) wurden wiedergewählt.

Bleiben noch die Aktivitäten des Wierener Vereins. Geschäftsführer Dieter Schoop listete per Fotopräsentation die Höhepunkt des Jahres mit den über 200 Gästen bei der festlichen „Spanische Ballnacht“ und insbesondere der Radtour bei der gut angenommenen“Tour de Flur“ mit über 100 Radfahrern auf. Vorsitzende Andrea Behn kündigte als nächste Veranstaltung den festlichen Landwirtschaftlichen Ball am 29. Februar (17 Uhr) im Landgasthof Grützmacher (Ostedt) unter dem Motto „New York, New York“ an. New York ist im Mai auch das Ziel der alljährlichen „Sommerfahrt“. Autorenlesung, Radtour zum „Tag des offenen Hofes“, Besichtigung Rheinmetall, Besuch der Hamburger Unterwelten und des Landtages in Hannover sind ebenfalls geplant.

ds

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