Fake-Shops: Beim Onlinekauf immer misstrauisch sein!

LÜNEBURG/LÜCHOW-DANNENBERG/UELZEN. Gerade jetzt zu Vorweihnachtszeit warnt die Polizei vor unseriösen und betrügerischen Plattformen/Shops im Internet. Auch in der Region Nord-Ost-Niedersachsen gehen gerade wieder vermehrt Anzeigen von geschädigten Kunden sog. Fake-Shops ein, die auf gefälschte Internet-Plattformen hereingefallen sind. Die Polizei mahnt in diesem Zusammenhang insbesondere bei vermeintlichen “Schnäppchen-Angeboten” um sensiblen Umgang und Vorsicht!

Neben den seriösen Web-Shops gibt es auch unseriöse Angebote, sogenannte “Fakeshops”. Beim Betrug mit Fakeshops handelt es sich um das Abändern einer bekannte real existierenden Domain eines Webshops sowie dem Einstellen ins Web unter ähnlicher Aufmachung. Es werden z.B. hochwertige Elektroartikel günstiger offeriert und potenzielle Käufer können Ware gegen Vorkasse bestellen. Das Produkt wird aber nicht geliefert.

Fakeshops – So funktionieren sie

Gefälschte/immitierte Internetshops (sog. Fakeshops) von Tätern sollen den Schnäppchenjäger dazu bringen, das gewünschte Produkt günstig einzukaufen. Hierfür werden von den Tätern Onlineshops namhafter Markenhersteller (z.B. von Bekleidung, Schmuck, Unterhaltungselektronik bis hin zu Haushaltsgeräten aller Art), kopiert und ins Internet gestellt. Beschreibungen und Bilder sind schnell kopiert. Ein Domainname, also der “www-Name” der Internetseite, ist ebenfalls schnell und einfach durch die Täter eingerichtet. Dieser ähnelt dem Originalnamen der Firma so sehr, dass ggf. nur ein Sonderzeichen oder die Endung z.B. “.info” statt “.de” den Unterschied ausmacht. Gern werden auch Outletshops dem Kunden vorgegaukelt.

Vermehrt werden von den Tätern auch bereits gekündigte Webseiten reaktiviert. Im Anschluss wird dann auf der Webseite der Fakeshop eingerichtet. So können dies Webseiten ehemaliger Apotheken, Sportvereine, Restaurants, Architekten, Anwälte usw. sein, die dann plötzlich Luxusmarkentaschen oder andere Artikel verkaufen. Sogar noch aktive Webseiten werden von Cyberkriminellen in Unterverzeichnissen übernommen und dort werden dann eigene Fakeshopseiten abgespeichert. Nur über den Bekannten Link, der z.B. per Mail oder über Suchmaschinen verteilt wird, kommt man dann in den “Verkaufsbereich”. Die eigentlichen Betreiber bemerken diese Umstände ggf. nicht, da z.B. kleine Vereinswebseiten oder private Homepages nicht immer durch die Betreiber ausreichend mit Sicherheitsupdates versorgt, mit sicheren Passwörtern abgesichert und regelmäßig kontrolliert werden.

Die Jagd nach dem Schnäppchen, das Verlangen, ein hochwertiges In-Markenprodukt endlich sein eigen nennen zu dürfen oder einfach nur eine ungeschickte Internetrecherche führen dazu, dass der Verbraucher, statt auf einer renommierten Internetseite, auf der Seite der Täter landet. Der gewünschte Artikel wird in den Warenkorb gelegt, die weiteren Adressdaten und Zahlungsdaten eingetippt und auf Bestellung geklickt.

Ein Blick auf die Abrechnung der Kreditkarte zeigt, dass der Betrag auch korrekt abgebucht wurde. Jedoch kommt keine oder minderwertige/gefälschte Ware beim Käufer an. Oft schaltet sich auch der Zoll dazwischen, der eine Auslieferung an den Kunden verhindert. In einem solchen Fall ist der Verbraucher auf einen Fakeshop hereingefallen.

Weitere Informationen, u.a.

  • Fakeshops
  • So funktionieren sie
  • Wie erkenne ich Fakeshops?
  • Was kann mir passieren?
  • Wie schütze ich mich vor Fakeshops?
  • Gütesiegel für sichere Shops
  • Fakeshops auf Amazon
  • An wen wende ich mich, wenn ich auf einen Fakeshop reingefallen bin?
  • Ich haben eine möglichen Fakeshop gefunden, bin aber nicht geschädigt
  • Liste von polizeibekannten Fakeshops
  • Fakeshops A bis L
  • Fakeshops M bis Z plus 0 bis 9

Wie man Fakeshops erkennen und wie man sich davor schützen kann, findet man auf der Präventionsseite der Polizei Niedersachsen im Internet unter:

https://www.polizei-praevention.de/themen-und-tipps/fakeshops.html

“Sich vor dem Reinfall beim bösen superbilligen Schnäppchen zu informieren, lohnt sich”

ots

Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser in dem Beitrag nicht erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com.