Neuer Supercomputer gestartet: „Lise” und „Emmy” rechnen für die Spitzenforschung in ganz Norddeutschland

NIEDERSACHSEN. Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen hat heute den Supercomputer HLRN-IV in Betrieb genommen. Mit etwa einer Viertelmillion Rechenkernen und einer Spitzenleistung von 16 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde (16 PetaFlop/s) gehört das 30 Millionen Euro teure System der Firma Atos zu den leistungsstärksten Rechnern der Welt. Verteilt auf die Standorte Berlin und Göttingen leisten die beiden Komponenten des Systems „Lise” und „Emmy” komplexe Berechnungen für die Forschungsbedarfe an mehr als 120 Hochschulen und über 170 Forschungseinrichtungen in den sieben Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Komponenten sind benannt nach der Physikerin Lise Meitner und der Mathematikerin Emmy Noether. Die Finanzierung des Supercomputers HLRN-IV erfolgt zu jeweils 50 Prozent durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die beteiligten Länder.

Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, erklärt: „Exzellente Forschung braucht exzellente Rahmenbedingungen. Deutschland nimmt im Hochleistungsrechnen eine führende Rolle ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen haben in Deutschland Zugang zu einigen der weltweit besten Rechnern. Das ist eine gemeinsame Leistung von Bund und Ländern und eine lohnende Investition in die Zukunft. Seit heute sind wir stolze Eltern der Zwillinge Lise und Emmy. Damit knüpfen wir an die große Tradition deutscher Spitzenforscherinnen und -forscher wie Lise Meitner und Emmy Noether an. Und wir ermöglichen die Spitzenforschung von morgen. Die beiden norddeutschen Rechner werden uns viel Freude machen – mit wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Nutzen der Gesellschaft.”

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, erklärt: „Vor fast 80 Jahren hat der Computerpionier Konrad Zuse hier in Berlin in seinem Wohnzimmer den Vorläufer des ersten modernen Rechners gebaut. Heute liefert der neue Supercomputer vom Berliner Zuse-Institut aus Spitzenleistung für die Spitzenforschung in ganz Norddeutschland. Das ist ein wichtiger Baustein für unsere gesamte Wissenschaftsregion und für die dynamische Entwicklung Berlins als führende Forschungsmetropole und Vorreiterin der Digitalisierung. Mit Lise und Emmy zeigen wir gemeinsam, dass Vernetzung und Kooperation ein Schlüssel zum Erfolg sind.”

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