Brummis im Blick: Länderübergreifende Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“

NIEDERSACHSEN. Rund 300 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte waren am Freitag in ganz Niedersachsen bei der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben“ im Einsatz. Die Polizei kontrollierte dabei von 6 Uhr bis 22 Uhr an 72 Orten insgesamt 1.093 Fahrzeuge. Mit dem Thema „Brummis im Blick“ stand insbesondere der gewerbliche Personen- und Güterverkehr im Mittelpunkt der Aktion.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Sicherer Straßenverkehr funktioniert nur mit Rücksicht und Fairness, das gilt erst recht für das Verhältnis zwischen den im wahrsten Sinne des Wortes schweren Verkehrsteilnehmern auf der einen und den Autos, Fahrrädern und Fußgängerinnen und Fußgängern auf der anderen Seite. Wir werden darum auch in Zukunft durch Kontrollen und Aufklärungskampagnen gezielt auf die Probleme und Besonderheiten aufmerksam machen.“

Neben dem gewerblichen Verkehr standen auch weitere Unfallursachen im Fokus der Polizei. So wurden Geschwindigkeitsverstöße, zu geringe Abstände und die verbotswidrige Nutzung von Mobiltelefonen verstärkt kontrolliert. Unterstützt wurde die niedersächsische Polizei dabei durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zolls und des Bundesamtes für Güterverkehr.

Darüber hinaus fanden 35 Präventionsveranstaltungen statt, um alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer für die Gefahren zu sensibilisieren, die im Straßenverkehr entstehen. Schwerpunkte waren dabei neben unter anderem der „Tote Winkel“, Ablenkung und Müdigkeit sowie Ladungssicherung und der technische Zustand von Lastwagen.

Die Bilanz: Allein wegen eines Handy-Verstoßes am Steuer müssen sich 59 Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer verantworten. Sie werden einen Bußgeldbescheid über 100 Euro sowie einen Punkt in Flensburg erhalten. Zusätzlich werden ihnen auch weitere Verwaltungskosten in Rechnung gestellt. Pistorius dazu: „Ablenkung durch WhatsApp, einen Anruf oder das Bedienen des Navis ist für viele immer noch ein Kavaliersdelikt – was definitiv nicht der Fall ist. Die gestrige Aktion hat erneut gezeigt, wie oft die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer gedankenlos auf die Displays blicken und sich so in völligem Blindflug auf der Straße bewegen. Das ist ein großes Thema in einer Zeit, in der auch der Straßenverkehr immer digitaler wird. Klar ist: Das Handy ist am Steuer absolut tabu, es kann im schlimmsten Fall sogar Leben kosten!“

Ein Sattelzug fiel Beamten an der Autobahn A1, Höhe Rastanlage Ostetal, aufgrund erheblicher Rauchentwicklung auf. Sie hatten zunächst den Verdacht, der Sattelzug würde brennen. Tatsächlich war die Abgasanlage stark beschädigt. Der 44-jährige Fahrer wurde zur nächstgelegenen Werkstatt begleitet, wo die erforderlichen Reparaturen vorgenommen worden sind.

An der Autobahn A30 bei Bad Bentheim stellten die Beamten einen Lkw fest, der mit mehr als 28 Prozent über dem erlaubten Wert des zulässigen Gesamtgewichtes von 40 Tonnen überladen war. Der Lkw hatte Pflanzen geladen und wies ein tatsächliches Gewicht von mehr als 51 Tonnen auf. Gegen den 69 Jahre alten Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren über 405 Euro eingeleitet, ebenso ein Verfahren gegen den verantwortlichen Unternehmer. Der Fahrer durfte mit seinem Lkw die Fahrt nicht fortsetzen.

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