Deutsche Bahn und Land Niedersachen stellen Leitfaden zu Vegetationsarbeiten an Bahnanlagen vor

NIEDERSACHSEN. Die Deutsche Bahn AG hat heute einen Leitfaden zum Thema Vegetationsmanagement an Bahnanlagen eingeführt. Das zusammen mit dem Land Niedersachsen und einigen Landkreisen erarbeitete Papier ist die Grundlage für alle anstehenden Maßnahmen zur Pflege von Bäumen und Sträuchern im niedersächsischen Schienennetz und soll durch konkrete Handlungsempfehlungen für reibungslose Abläufe und eine bessere Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten sorgen.

Umweltminister Olaf Lies und Forstministerin Barbara Otte-Kinast:
„Zahlreiche umgestürzte Bäume an diversen Bahnstrecken in den letzten beiden Jahren zeigen die große Bedeutung, die einem effektiven Vegetationsmanagement an den Gleisen zukommt. Der Leitfaden wird dazu beitragen, die Zusammenarbeit der Deutschen Bahn mit den Naturschutz- und Waldbehörden zu optimieren und Pflegearbeiten zügig und rechtssicher durchzuführen.“

Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Niedersachsen und Bremen:
Gemeinsam mit dem Land Niedersachsen haben wir mit dem Leitfaden bundesweit Akzente gesetzt. Wir hoffen, dass durch das gemeinsame Verständnis die Planung vereinfacht und verbessert sowie die Ausführung beschleunigt wird.

Der Leitfaden enthält Hinweise zu den rechtlichen Grundlagen, nach denen bei der Planung und Durchführung von Vegetationsarbeiten vorgegangen werden muss. Dazu zählen unter anderem das Eisenbahn-, Naturschutz- und Waldrecht sowie landesspezifische Regelungen. Ein weiterer Bestandteil des Papiers sind Informationen zu eisenbahntechnischen und betrieblichen Anforderungen unter anderem im Zusammenhang mit sicherheitsrelevanten Bereichen der Vegetation. Der Leitfaden liefert zudem Antworten auf Fragen zur Planung, Ausführung, Abnahme und Sofortmaßnahmen sowie zu den Themen Qualifikation und Qualitätssicherung. Beschrieben wird die systematische Zusammenarbeit zwischen den Naturschutz- und Waldbehörden und der Deutschen Bahn in den ggf. erforderlichen Antrags- und Genehmigungsverfahren.

Er basiert auf dem weiterentwickelten Vegetationsmanagement der DB für einen sturmsicheren Waldbestand entlang der Gleise, das bundesweit seit 2018 realisiert wird. Neben dem bewährten Grünrückschnitt sechs Meter links und rechts der Gleise zählen hierzu auch ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Maßnahmen in den angrenzenden Waldbereichen. Stärker sturmgefährdete Bäume werden dabei gezielt entfernt und gleichzeitig robuste Baum- und Pflanzenarten gefördert. Ziel ist es, bei Wind und Wetter verlässlich auf der Schiene fahren zu können.

Das Land Niedersachsen wird den Leitfaden per Erlass den Unteren Naturschutz- und Waldbehörden informatorisch zur Kenntnis geben. Die DB führt den Leitfaden als Arbeitsgrundlage verbindlich in ihrem Unternehmen ein. Auch größere Waldeigentümer sowie ausgewählte Verbände werden informiert, damit zukünftig eine reibungslose Zusammenarbeit gewährleistet ist.

Weitere Informationen sind im Internet unter www.deutschebahn.com/vegetationsleitfaden_niedersachsen sowie
www.deutschebahn.com/naturschutz abrufbar.

PR
Foto: Deutsche Bahn AG

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