Freitag, 14. August 2026

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Frauen weiterhin öfter krank als Männer: BARMER: Mehr Verständnis für Beruf und Familie

NIEDERSACHSEN. Die Arbeitsunfähigkeitsquote kennzeichnet den Prozentanteil der Versicherten mit mindestens einer Krankschreibung innerhalb eines Kalenderjahres. „Die Auswertung des BARMER Gesundheitsreport 2018 zeigt, dass 54,8 Prozent unserer niedersächsischen Mitglieder mindestens einmal im Jahr aufgrund einer Krankheit arbeitsunfähig waren. 2008 waren es noch 50,5 Prozent“, informiert Heike Sander, Landesgeschäftsführerin in Niedersachsen und Bremen.

Frauen haben dabei mit 57,2 (2008: 53,3 Prozent) eine deutlich höhere Arbeitsunfähigkeitsquote als Männer mit 52,8 (2008: 46,0 Prozent). In Bremen sind die Zahlen ähnlich. Auch an der Weser sind Frauen mit 54,2 Prozent (2008: 52,1 Prozent) deutlich öfter arbeitsunfähig als Männer mit 46,7 Prozent (2008: 43,3 Prozent).

 Stärkere Belastung

„Dieser Befund lässt sich damit erklären, dass in den Berufen mit generell hohen Krankenstandswerten wie Krankenpflegepersonal, Sozialarbeit und im Verkauf meistens Frauen beschäftigt sind“, so Sander. Außerdem blieben Frauen auch aufgrund von Erkrankungen ihrer Kinder häufiger zu Hause als Männer. „Verständnis für diesen privaten Rollenkonflikt finden sie im Betrieb häufig leider immer noch nicht“, beklagt Sander. „Viele Vorgesetzte wollen von diesen privaten Sorgen nicht belästigt werden“. Generell sind berufstätige Frauen stärker belastet als die Männer. Der Grund: Sie tragen neben ihrer beruflichen Tätigkeit oft auch immer noch die alleinige Last des Haushalts, der Betreuung der Kinder bei den Schulaufgaben und der Behördengänge.

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