Zwei Tage bayerisches Flair: Uelzen feiert Oktoberfest
Dirndl, Lederhosen, Festbier und jede Menge gute Laune: Zwei Tage lang wurde der Herzogenplatz wieder zur kleinen Uelzener Wiesn. Beim Oktoberfest feierten die Gäste am Freitag und Samstag im großen Festzelt – mit bayerischen Spezialitäten, Livemusik und einer Veranstaltung, die längst ihre eigene Tradition in der Hansestadt entwickelt hat.
























Dass dabei viele Gäste nicht einfach in Alltagskleidung erscheinen, gehört mittlerweile zum Bild. Dirndl und Lederhosen sind für viele Oktoberfest-Besucher zum guten Ton geworden. Im Zelt wurde gemeinsam gegessen, angestoßen, geschunkelt und später ausgiebig getanzt.
Hinter dem Uelzener Oktoberfest steht seit den Anfängen die Familie Henkel. Kerstin und Ralf Henkel richten das Fest mit „Dans Up De Deel“ aus, inzwischen unterstützt Sohn Sebastian seine Eltern. Beim Fassanstich am Freitag standen Vater und Sohn mit vorn, während Kerstin Henkel im Hintergrund die Fäden mit in der Hand hielt.
Für sie ist es gerade das Miteinander, das den Charakter des Oktoberfestes ausmacht. Zugleich profitierten auch die angrenzenden Geschäfte davon, wenn das Fest viele Menschen in die Uelzener Innenstadt ziehe. Seit 2010 setzen die Henkels auf ihr bewährtes Konzept – lediglich die Corona-Jahre sorgten für eine Zwangspause.
Zum offiziellen Auftakt am Freitag durfte dann natürlich einer nicht fehlen: Bürgermeister Jürgen Markwardt trat zum traditionellen Fassanstich an. Ein 30-Liter-Fass wartete auf ihn. Die Moderation hatte AllGeier-Frontmann Willi Staud übernommen, der die Messlatte für den Bürgermeister mit einem Augenzwinkern hoch legte: Bei weniger als drei Schlägen dürfe sich Markwardt an diesem Abend gewissermaßen „Oberbürgermeister“ nennen.
Ganz so schnell wollte sich das Fass allerdings nicht geschlagen geben. Sieben Schläge waren schließlich nötig. Staud ließ Gnade vor Recht ergehen und verkündete kurzerhand „2,9“ – sehr zum Vergnügen der Gäste. Dann war das Festbier angezapft und die Party konnte richtig beginnen.
Für die passende Musik sorgten einmal mehr die AllGeier. Die Band gehört seit den Anfängen zum Uelzener Oktoberfest und ist inzwischen ebenso fest mit der Veranstaltung verbunden wie die Familie Henkel. Im kommenden Jahr steht für die Musiker zudem ein besonderes Ereignis bevor: Dann feiern die AllGeier ihr 50-jähriges Bestehen.
Bis Mitternacht wurde am Freitag gefeiert. Auch am Samstag ging es im Festzelt weiter – mit bayerischem Flair, Trachten, Festbier und reichlich Gelegenheit zum Tanzen und gemeinsamen Feiern.
Nach zwei Tagen blieb damit vor allem der Eindruck eines Festes, das in Uelzen längst seine eigene Tradition entwickelt hat: ein Stück bayerische Lebensart mitten in der Hansestadt – getragen von einer Festwirtsfamilie, einer Band, die seit Jahren dazugehört, und Gästen, die für ein Wochenende Lederhose und Dirndl aus dem Schrank holen.
Redaktion
Uelzener Presse
Fotos: Uelzener Presse
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