Montag, 7. September 2026

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Tag des offenen Denkmals: Bebilderte Vorträge zur Geschichte von Alt-Uelzen

Kreisarchäologe Dr. Mathias Hensch bietet anlässlich des am 13. September 2026 stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“ zwei ausführliche, reich bebilderte Vorträge mit anschließender Diskussion zu bislang unbekannten oder unbeachteten Aspekten und zu aktuellen archäologischen Spuren der Geschichte von Alt-Uelzen an. Veranstaltungsort ist das Langhaus der Klosterkirche in Oldenstadt (Am Alten Kreishaus 1, 29525 Uelzen).

Der erste Vortrag beginnt um 15 Uhr, der zweite Vortrag beginnt um 17.30 Uhr.

Zum Hintergrund:

Im späten zehnten Jahrhundert wird Ullishuson, die früh- und hochmittelalterliche Vorgängersiedlung der heutigen Stadt Uelzen, erstmals in der schriftlichen Überlieferung greifbar. Bischof Brun I. von Verden gründete hier kurz nach 962 auf Eigengut seiner Familie ein Kanonissenstift. Doch über das genaue Alter, Struktur und Entwicklung der frühen und bis in das 13. Jahrhundert offenbar sehr bedeutenden Siedlung verraten die schriftlichen Quellen nichts. Eine ganz neue Sicht auf Alt-Uelzen können dagegen aktuelle archäologische und siedlungstopografische Erkenntnisse geben, die im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen.

Alt-Uelzen besaß eine hervorragende verkehrsgeografische Lage und war während des frühen und hohen Mittelalters an wichtige überregionale Fern- und Handelsrouten und Wasserwege angeschlossen. Noch heute spiegelt sich diese siedlungsgünstige und siedlungsbildende Lage vor den Toren der Stadtwüstung Oldenstadt wider. Diese infrastrukturellen Standortvorteile waren entscheidend für die Entwicklung der Siedlung Ullishusun/Ullessen zu einem kirchlichen und herrschaftlichen Zentralort mit überregionaler Handelsfunktion vom späten achten Jahrhundert bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts.

Zu verschiedenen Aspekten der mittelalterlichen Versorgungs- und Infrastruktur der Siedlung konnten durch die Arbeit der Stadt- und Kreisarchäologie Uelzen in den vergangenen Jahren wesentliche neue Erkenntnisse gewonnen werden. Diese werden den Besuchern an historischem Ort – im ehemaligen Langhaus der romanischen Klosterbasilika aus dem zwölften Jahrhundert im Zentrum der frühen Siedlung – in einer spannenden Vortragsveranstaltung vorgestellt und näher gebracht.

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