Freitag, 14. August 2026

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Kreis Uelzen bietet 236 freie Ausbildungsplätze – auch Hotels und Restaurants suchen noch 13 Azubis

Gestern Schüler, heute Azubi: Zum Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 236 offene Ausbildungsplätze im Landkreis Uelzen. Darunter sind 13 freie Ausbildungsplätze in Hotels, Restaurants und Gaststätten. Die Lebensmittelindustrie im Landkreis Uelzen sucht 29 Azubis. Und auch Bäckereien bieten noch 8 Jugendlichen eine Ausbildung – am Backofen genauso wie am Verkaufstresen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen.

„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen. Die meisten Betriebe sind da flexibel: Die Ausbildung muss nicht pünktlich am 1. August anfangen. Auch im September und selbst im Oktober geht da oft noch was“, sagt Steffen Lübbert. Der Geschäftsführer der NGG Lüneburg rät Jugendlichen, nicht auf Gelegenheitsjobs zu setzen, sondern auf einen Ausbildungsvertrag: „Wer sich in Betrieben später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament. Die 3 Jahre Ausbildung sind gut investiert“, so Lübbert.

Entscheidend sei allerdings, beim Ausbildungsbetrieb genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dabei ist es wichtig, sich für einen Betrieb zu entscheiden, der Tariflöhne zahlt“, so Steffen Lübbert. Außerdem sollten Azubis darauf achten, dass es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gebe.

„Das ist eine Art ‚Jugend-Betriebsrat‘, der sich für die Interessen der jungen Belegschaft stark macht und zum Beispiel darauf achtet, dass es einen Rahmenplan für die Ausbildung gibt. Der ist wichtig, damit Auszubildende nicht ausgenutzt werden. Denn was bringt es, wenn man mit Arbeiten zugeschüttet wird, die mit der Ausbildung selbst wenig oder nichts zu tun haben?“, so Steffen Lübbert.

So sollten angehende Bäckereifachverkäuferinnen darauf achten, nicht nur „zum Brötchenschmieren im Hinterzimmer“ abgestellt zu werden. „Sie müssen vor allem in den Verkauf und an die Kasse. Denn zur Ausbildung für eine Bäckereifachverkäuferin gehört auch der kaufmännische Teil“, sagt Steffen Lübbert von der NGG Lüneburg.

In vielen Fällen sei nach Absprache mit den Betrieben auch die sogenannte Teilzeitausbildung möglich, so die Gewerkschaft. Die wöchentliche Zeit im Betrieb werde dabei reduziert und die Ausbildungsdauer insgesamt verlängert. Gerade für junge Menschen, die Kinder haben oder Angehörige pflegen, könne das hilfreich sein. „Vielen ist die Möglichkeit der Teilzeitausbildung gar nicht bekannt. Dabei ist das ein prima Mittel, um dem Nachwuchsmangel entgegenzuwirken“, so Steffen Lübbert.

PR
Foto: NGG | Florian Göricke

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