ACE-Kreis Ostheide nimmt Smartphone-Ablenkung unter die Lupe
Mit drei Handy-Verkehrs-Checks beteiligten sich der Ehrenamtliche Friedhelm Korth sowie Rüdiger Rohlf, Regionalbeauftragter der ACE-Region Nord, an der diesjährigen Clubinitiative des ACE Auto Club Europa. Unter dem Motto „Kopf hoch!“ setzen sich bundesweit rund 700 ACE-Ehrenamtliche für mehr Verkehrssicherheit ein und untersuchen, wie häufig Autofahrende während der Fahrt zum Smartphone greifen. Ziel der Aktion ist es, auf die oftmals unterschätzten Gefahren der Ablenkung durch Smartphones aufmerksam zu machen und dass Bewusstsein für eine konzentrierte Teilnahme am Straßenverkehr zu stärken.
Zwei Kontrollstellen im ACE-Kreis Ostheide
Die Erhebungen fanden an zwei unterschiedlichen Standorten statt. Kontrolliert wurde an der Kreuzung B216/B191 in Dannenberg in beiden Fahrtrichtungen sowie an der Kreuzung Demminer Allee/Klein Bünstorfer Straße in Bad Bevensen.An der Kreuzung B216/B191 in Dannenberg wurden in Fahrtrichtung Lüchow 138 Fahrzeuge erfasst, davon 5 Verstöße gegen das Handyverbot festgestellt (rund 4 Prozent). In Fahrtrichtung Lüneburg wurden 142 Fahrzeuge gewählt, dabei wurden 6 Verstöße festgestellt (rund 4 Prozent). An der Kreuzung Demminer Allee/Klein Bünstorfer Straße in Bad Bevensen wurden 131 Fahrzeuge erfasst, davon 4 Verstöße festgestellt (rund 3 Prozent).
Insgesamt wurden während der jeweils 30-minütigen Beobachtungen 411 Fahrzeuge erfasst und 15Verstöße festgestellt. Dies entspricht einer Verstoßquote von rund 4 Prozent. Erfreulich war, dass während der gesamten Erhebung keine konkrete Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmender beobachtetwurde.
Jeder Blick aufs Handy erhöht das Unfallrisiko
Auch wenn viele Autofahrende die Nutzung des Smartphones während der Fahrt als kurze Nebensache ansehen, zeigen wissenschaftliche Untersuchungen ein anderes Bild. Bereits zwei Sekunden ohne Blick auf die Fahrbahn bedeuten bei Tempo 50 einen Blindflug von rund 28 Metern. In dieser Zeit können Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende oder plötzlich bremsende Fahrzeuge leicht übersehen werden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2024 bundesweit 8.722 Unfälle mit Personenschaden auf Ablenkung zurückgeführt. In 1.039 Fällen war die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich unfallursächlich. Insgesamt verloren dabei 25 Menschen ihr Leben.
Aufmerksamkeit rettet Leben
Rüdiger Rohlf, Regionalbeauftragter der ACE-Region Nord, erklärt: „Die Ergebnisse zeigen, dass das Smartphone am Steuer leider noch immer für viele selbstverständlich ist. Auch wenn die Quote auf den ersten Blick nicht hoch erscheint, steckt hinter jedem einzelnen Verstoß ein unnötiges Risiko. Unser Ziel ist es nicht, Autofahrende an den Pranger zu stellen, sondern für die Gefahren zu sensibilisieren. Wer während der Fahrt auf sein Handy schaut, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmende. Deshalb sind solche Präventionsaktionen wichtiger denn je.“
Auch Friedhelm Korth, Ehrenamtlicher im ACE-Kreis Ostheide, zieht ein klares Fazit: „Wir haben gesehen, dass viele Verkehrsteilnehmende grundsätzlich aufmerksam unterwegs sind – dennoch greifen einige immer noch zum Handy. Jeder einzelne Verstoß ist einer zu viel. Es braucht weiterhin Aufklärung und persönliche Ansprache, um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen und langfristig für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen.“
Bundesweite Aktion für mehr Verkehrssicherheit
Mit der Clubinitiative „Kopf hoch!“ setzt der ACE Auto Club Europa 2026 ein deutliches Zeichen gegen Ablenkung im Straßenverkehr. Seit April dokumentieren rund 700 Ehrenamtliche an mehr als 250 innerörtlichen Kontrollstellen in ganz Deutschland die sichtbare Nutzung von Smartphones am Steuer. Der ACE appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden: Nachrichten können warten – Sicherheit nicht. Wer fährt, sollte sich ausschließlich auf den Straßenverkehr konzentrieren.
Über den ACE Auto Club Europa
Klare Orientierung, sichere Hilfe, zuverlässige Lösungen: Der ACE Auto Club Europa ist seit 1965 als engagierte Gemeinschaft für alle modernen mobilen Menschen da – unabhängig davon, mit welchemVerkehrsmittel sie unterwegs sind. Als Mobilitätsbegleiter hilft der ACE international, unbürokratisch und unabhängig. Zu seinen Kernthemen gehören die Unfall- und Pannenhilfe, Verkehrssicherheit, Verbraucherschutz, Elektromobilität sowie zukunftsfähige Mobilitätsformen. Mit rund 700 Ehrenamtlichen engagiert sich der Club bundesweit für mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen.
PR
Fotos: Rüdiger Rohlf
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