Sonntag, 14. Juni 2026

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Abfallwirtschaftsbetrieb: Knapp 40 Prozent Bioabfälle im Restabfall

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Uelzen (awb) hat den Nachhaltigkeitstag an der Woltersburger Mühle genutzt, um die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung über die richtige Befüllung von Bioabfallbehältern zu informieren. „Die Resonanz war riesig“, resümiert Johannes Antpöhler, Abfallberater des awb. Der Infostand sei den ganzen Tag über durch interessierte Gäste stark frequentiert gewesen.

Eine Botschaft, die in diesem Zusammenhang vermittelt wurde: Bereits seit 2011 sollen auch gekochte Speiseabfälle über den Biobehälter mit dem braunen Deckel entsorgt werden. Nur rohes Fleisch und Knochen gehören in den Restabfall. Vielen Besuchern war diese Regelung neu.

Informationen lieferte der awb auch zum Ergebnis der jüngsten Restabfallanalyse für den Landkreis Uelzen. Sie wies im Restabfall noch einen Anteil von knapp 40 Prozent organischen Küchen- und Gartenabfall aus. Durch die Entsorgung im Restabfall wird diese enorme Menge der Verwertung auf der Vergärungs- und Kompostierungsanlage in Borg entzogen. Darüber hinaus kosten der Transport und die Verbrennung der Restabfälle viel Geld. Bei richtiger Trennung von Küchen- und Gartenabfällen über den Bioabfall könnte fast jeder dritte Transport zur Verbrennungsanlage nach Helmstedt entfallen und so den Gebührenhaushalt entlasten.

Neben dem finanziellen Aspekt gilt der ökologische: Nur Bioabfall aus dem Bioabfallbehälter kann zur Strom- und Wärmegewinnung in Borg genutzt werden. Bioabfall, der in der Restabfalltonne landet, ist für eine sinnvolle Verwertung verloren. Gekochte Speiseabfälle, die bisher noch oft über den Restabfall entsorgt werden, dienen den Bakterien im Fermenter der Biogasanlage als gute Nahrungsquelle. Die Bakterien bauen dort die eiweiß- und fetthaltigen Stoffe ab und erzeugen daraus Methan. Das Methan wird in Borg in Blockheizkraftwerken in Strom umgewandelt, der zum Teil ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Der Gärrest aus den Fermentern wird anschließend kompostiert und zu hochwertigem Dünger für Garten, Gartenbau und Landwirtschaft verarbeitet. Kompost dient im Boden nicht nur als organischer Dünger, sondern verbessert auch die Wasserhaltefähigkeit des Bodens – eine Eigenschaft, die besonders in den Sommermonaten in den Sandböden rund um Uelzen vorteilhaft ist.

Der awb appelliert an alle Kunden: Nur Bioabfall aus der Biotonne kann im regionalen Kreislauf verwertet werden. Nutzen Sie die Angebote des awb zu Küchen- und Gartenabfall: Wenn der Bioabfallbehälter einmal nicht ausreichen sollte, kann zusätzlicher Bioabfall über den zugelassenen 70 l-Bio-Zustellsack für 1,50 Euro verwendet werden. Die Entsorgung des Bioabfalls über den Restabfall ist der falsche Weg.

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