Johanniter-Weihnachtstrucker: Öffentliche Packaktion im Rathaus Uelzen setzt Zeichen der Solidarität
Am Freitag, 5. Dezember 2025, fand im Rathaus Uelzen die traditionelle Packaktion der Johanniter-Weihnachtstrucker statt. Ehrenamtliche, Unterstützende und Gäste kamen zusammen, um Hilfspakete für Menschen in der Ukraine und in Deutschland zu packen. Die Aktion ist fester Bestandteil des regionalen Engagements der Johanniter und zugleich ein Signal der Solidarität in einer weiterhin angespannten humanitären Lage.






Organisiert wurde die Packaktion vom Johanniter-Weihnachtstrucker-Team im Regionalverband Harz-Heide. Pressesprecherin und Projektleiterin Frauke Engel hob vor Ort die Bedeutung des heutigen Tages im Rathaus hervor. Gemeinsam mit Bürgermeister Jürgen Markwardt, Landrat Dr. Heiko Blume und einigen Ehrenamtlichen wurden hier die ersten Pakete der diesjährigen Aktion gepackt. Engel erläuterte, dass die Sammelaktivitäten in Uelzen bewusst breit aufgestellt sind: Neben der heutigen Packaktion im Rathaus finden in den kommenden Tagen auch Aktionen vor Supermärkten statt, und mehrere Schulen haben bereits angekündigt, eigene Pakete beizusteuern.
Der Regionalverband rechnet damit, dass in Uelzen insgesamt bis zu 300 Pakete zusammenkommen könnten – ein Beitrag, der zeigt, wie stark die Unterstützung in der Region ist. „Die heutige Packaktion im Rathaus ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie viele Menschen bereit sind, mit anzupacken“, sagte Engel. „Jedes Paket ist ein kleines Stück Hoffnung.“
Erste Packaktion in Uelzen – und viel Zuspruch
Nicole Klotz, Teil des Weihnachtstrucker-Teams und zugleich Vertreterin des im Aufbau befindlichen Johanniter-Ortsverbands Uelzen, zeigte sich erfreut über die Resonanz: „Die Unterstützung ist groß, und wir freuen uns sehr über das Interesse der Menschen aus der Region.“
Unterstützt wurde die Aktion auch von Markus Wilson-Zwilling aus der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg. Er erinnerte daran, dass er bereits 1995 bei der allerersten Packaktion in Bayern dabei war. Die Verbindung zur heutigen Arbeit sei für ihn persönlich bedeutsam: „Ich freue mich, dass nun auch in Uelzen Pakete für Bedürftige gepackt werden.“
Die Packaktion stand zudem im Gedenken an Michael Przybilla, der das Projekt nach Uelzen geholt hatte und im Sommer verstorben war. Ehrenamtliche und Mitwirkende erinnerten an sein Engagement und die Aufbauarbeit, die er geleistet hat.
Politische Unterstützung aus Landkreis und Stadt
Auch die regionale Politik war vertreten. Landrat Dr. Heiko Blume sprach von einer „wichtigen Initiative, die langfristig unterstützt werden sollte“. Er verwies auf die Belastungen der Menschen in der Ukraine und betonte, wie wertvoll ehrenamtliche Arbeit in solchen Zeiten sei.
Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt, seit vielen Jahren Unterstützer der Weihnachtstrucker-Aktion, packte erneut selbst mit an. „Es ist wichtig, zu teilen. Auch wenn die Zeiten für viele nicht einfach sind, haben wir immer noch genug, um anderen zu helfen“, sagte Markwardt. Er ermutigte Bürgerinnen und Bürger, die Gelegenheit zu nutzen und die Packliste zu unterstützen.
Was in die Pakete gehört
Die Johanniter bitten darum, ausschließlich die vorgegebenen Inhalte zu spenden – darunter Mehl, Reis, Nudeln, Zucker, Speiseöl, Zahnbürsten, Zahnpasta sowie Schokolade und ein kleines Spielzeug. Die Pakete gehen an wirtschaftlich schwache Familien, Menschen mit Behinderung, Kinder in Schulen und Kindergärten sowie an Tafeln in Niedersachsen.
Der Konvoi der Johanniter wird nach aktueller Planung am zweiten Weihnachtstag starten und zunächst das Verteilerzentrum in Rumänien anfahren, bevor die Pakete zielgerichtet weitergegeben werden.
Ein Tag für Menschlichkeit und Ehrenamt
Die öffentliche Packaktion im Rathaus zeigte, wie groß die Bereitschaft zum Engagement in der Region ist. Zahlreiche Helferinnen und Helfer beteiligten sich, viele Bürgerinnen und Bürger brachten Spenden vorbei. Für die Johanniter war der Tag zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit ihrer Ehrenamtlichen.
Die Sammelaktion läuft noch bis zum 12. Dezember. Pakete oder Packlisten-Inhalte können weiterhin an verschiedenen Sammelstellen der Johanniter im Regionalverband Harz-Heide abgegeben werden.
Redaktion
Uelzener Presse
Fotos: Uelzener-Presse.de
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