Mittwoch, 9. September 2026

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Kommunaler Wärmeplan auf der Zielgeraden

Bei der kommunalen Wärmeplanung in Uelzen geht es voran: Nach den Analysen liegen nun verschiedene Szenarien und die dazugehörigen Maßnahmen auf dem Tisch. Sie zeigen, in welchen Stadtgebieten sich Wärmenetze eignen, wo Wärmepumpen Vorteile bieten, in welchem Umfang Biomasse sinnvoll ergänzen kann und welche Gebiete noch detaillierter untersucht werden müssen. Ebenso wird deutlich, welche Schritte nötig sind, um die Technologien einzusetzen. „Ein wichtiger Pluspunkt: Uelzen kann industrielle Abwärme nutzen, die großes Potenzial für die künftige Wärmeversorgung bietet“, betonte Stadtbaurat Dr. Andreas Stefansky. Das beauftragte Büro Averdung stellte gemeinsam mit der Stadtverwaltung den aktuellen Projektstand am 9. September im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt vor.

Stadtbaurat Dr. Andreas Stefansky

Ziel des Kommunalen Wärmeplans ist, bis 2040 eine klimaneutrale, zuverlässige und sozial verträgliche Wärmeversorgung zu erreichen. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass insbesondere in der Uelzener Innenstadt, im südlichen Bereich entlang des Ostrings und in Teilen des Sterngebiets, eine hohe sogenannte Wärmeliniendichte vorliegt. Das bedeutet, dass auf engem Raum wird viel Wärme benötigt wird. Deshalb wird dieses Gebiet als Wärmenetzeignungsgebiet bezeichnet. Dort könnte ein effizientes und treibhausgasneutrales Wärmenetz mit lokalen Strukturen für dessen Betrieb aufgebaut werden. Eine gemeinsame Wärmeversorgung im Industrie- und Gewerbegebiet Nord durch überbetriebliche Abwärmenutzung soll geprüft werden. „Uelzen verfügt über überdurchschnittlich hohe Abwärmepotenziale. Wenn sie klug und vernetzt genutzt werden, können örtliche Unternehmen und die Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern von der Wärmewende profitieren“, so Philip Lieberodt von der Firma Averdung. Für dezentrale Gebiete, in denen es voraussichtlich kein Wärmenetz geben wird, wird vorrangig die Umstellung auf Wärmepumpen empfohlen, ergänzt durch spezielle Beratungsangebote für die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger.

Lieberodt erklärte, dass es sich bei der Kommunalen Wärmeplanung zunächst um eine strategische Planung ohne direkte rechtliche Verbindlichkeiten handelt. Sie bietet Bürgerinnen und Bürgern sowie allen Akteuren Orientierung und wird mit der schrittweisen Umsetzung einzelner Maßnahmen in den kommenden Jahren konkreter.

Am 6. Oktober, 18 Uhr, wird der Entwurf des Wärmeplans im Rathaus und online der Bürgerschaft vorgestellt. Die Abschlussveranstaltung bietet die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Anregungen einzubringen und sich an Energieberater-Infoständen zur Wärmewende im eigenen Zuhause (Heizung und Sanierung) zu informieren. Während der öffentlichen Auslegung des Plans vom 6. Oktober bis 4. November können sich Interessierte beteiligen und Stellung nehmen. Im ersten Quartal 2026 soll der Rat der Hansestadt den Wärmeplan beschließen.

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen zur Wärmeplanung und zum Gebäudeenergiegesetz finden sich auf der städtischen Website: www.hansestadt-uelzen.de/waermeplanung.

PR
Foto: achterdeck

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