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Kindertagespflege soll gefördert werden: Bessere Ausbildung und höhere Vergütung

Kleine Gruppen, familiäre Atmosphäre und ein stets kurzer Draht zu den Eltern: Die Betreuung bei Tagesmüttern und Tagesvätern ist eine beliebte Alternative zu institutionellen Krippenangeboten. Schnell waren sich die Mitglieder im Ausschuss für Jugendhilfe jetzt (Dienstag, 8. Juni 2022) einig – die Kindertagespflege soll qualitativ und finanziell eine Verbesserung erfahren. Um das kommunale Angebot im Landkreis und in der Hansestadt Lüneburg zu modernisieren, wurde nun einer Satzungsänderung zugestimmt.

Wie sehen pädagogische Angebote für Mädchen- und Jungengruppen aus? Um wertvolle Eindrücke zu gewinnen, wurden die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses zu einer Besichtigung in das „PädIn“ (Pädagogische Initiative e.V.) in Scharnebeck eingeladen. Dort konnten sie mit den Mitarbeitenden des Sozialraumbüros durch das Gebäude gehen und einen Eindruck von der Arbeit mit Grundschulkindern und Jugendlichen gewinnen. Thomas Michel, Teamleiter des Familienbüros Region Lüneburg, erläuterte anschließend im Ausschuss die wichtigsten Punkte zur angestrebten Satzungsänderung. Mit der Anpassung wird unter anderem eine neue Entgeltgruppe für Tageseltern eingeführt. Diese setzt eine Qualifizierung im Umfang von 300 Unterrichtsstunden nach dem „Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege“ voraus.

Hintergrund:

Der Landesgesetzgeber fördert nur noch die höhere Qualifikation. Um Anreize für die Fortbildung zu schaffen, soll die Vergütung entsprechend angepasst werden. Dabei stehen die Fördersätze im Fokus. Die Vor- und Nachbereitung sowie administrative Aufgaben der Pflegepersonen werden berücksichtigt und jeweils mit mindestens 20 Cent pro Stunde und Kind mehr vergütet. Die Pauschale für den Sachaufwand wird um 20 Cent von 1,95 Euro auf 2,15 Euro erhöht. Zusätzlich soll es einen Fehltag mehr zu den 30 Tagen geben, an dem das Personal trotz Ausfall Geld erhalten soll. Dafür müssen im Laufe des Kitajahres 24 Unterrichtseinheiten an Fortbildungen nachgewiesen werden.

Weitere Informationen zum Kindesschutz und den Sozialraumbüros gibt es im Internet unter www.landkreis-lueneburg.de/jugendhilfe.

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