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Erneut Telefonbetrug zum Nachteil zweier Seniorinnen

Jun 22, 2022 , ,

In der vergangenen Woche kam es im Landkreis Lüneburg gleich zu zwei Taten zum Nachteil von Senioren. Bereits am 16.06. erhielt eine 84-jährige Adendorferin einen Anruf von einem falschen Polizeibeamten.

Dieser suggerierte ihr, dass man Bankmitarbeiter im Verdacht habe Betrügereien zu begehen und sie deswegen die Hilfe der 84-Jährigen benötigen würden. Im Verlaufe mehrerer Tage übergab die Seniorin Geld an fremde Personen, da diese ihr abgehobenes Geld angeblich auf Echtheit überprüfen wollten. Der Übergabeort am Vormittag des 14.06. war im Bereich der Neuapostolischen Kirche in der von-Stauffenberg-Straße in Adendorf. Am 17.06. erfolgte eine erneute Übergabe an derselben Örtlichkeit, gegen 10:30 Uhr.

Am 17.06. gegen 14:30 Uhr kontaktierten Unbekannte über das Telefon eine 86-jährige Bardowickerin. Diese wurde durch eine angebliche Staatsanwaltschaft kontaktiert, im weiteren Gesprächsverlauf kam es dann mit der Begründung von Kautionskosten für eine Festnahme zu Geldforderungen. Die 86-Jährige glaubte den Betrügern am Telefon und übergab in unmittelbarer Nähe zum St. Peter und Paul Dom in Bardowick Bargeld und Schmuck. Bei beiden Taten liegt der Gesamtschaden bei mehreren zehntausend Euro.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nehmen die Polizeidienststellen Adendorf, Tel. 04131-854010, und die Polizeidienststelle Bardowick, Tel. 04131-799400, entgegen.

Die Polizei mahnt abermals und warnt vor den Anrufen „falscher Polizeibeamter“:

EIN GESUNDES MISSTRAUEN IST KEINE UNHÖFLICHKEIT! Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

Bei diesen Anrufen erscheint oft die „110“ auf dem Display der Opfer, um Seriosität vorzutäuschen und Vertrauen zu erschleichen. Anstatt der 110 könnte aber auch eine andere örtliche Telefonnummer zu sehen sein. Die Täter manipulieren technisch die Anzeige der Telefonnummern ihrer Opfer mit dem sogenannten „Call-ID-Spoofing“. Die Betrüger fordern mit verschiedensten Begründungen dazu auf, Geld- und Wertgegenstände aus Haus oder Wohnung, aber auch von der Bank, an vermeintliche Polizisten oder Kurier zu übergeben. Eine Taktik wäre z. B., dass dem Opfer erklärt wird, dass alle Wertsachen zu Sicherheit abgegeben werden müssen, da demnächst ein Wohnungseinbruch geschehen wird – die Polizei wisse das aus Ermittlungsarbeiten. Die Zielgruppe der Betrüger sind meist ältere Menschen. Sie werden mit Hilfe des Telefonbuchs bzw. der enthaltenen Vornamen dieser Altersgruppe zugeordnet.

Tipps zum Schutz vor Telefonbetrug:

  • Die Polizei ruft niemals unter der Telefonnummer 110 an!
  • Bei Gesprächen dieser Art „misstrauisch“ sein. Im Zweifel die
    Polizei unter der Telefonnummer 110 selbst anrufen und den Vorfall mitteilen (keine Wahlwiederholung verwenden und bitte Telefon für einige Sekunden aufgelegt lassen, damit die vorherige Verbindung korrekt getrennt wird)!
  • Die Polizei fordert niemals Geldbeträge bzw. Wertgegenstände am Telefon ein!
  • Informationen über finanzielle oder familiäre Verhältnisse niemals am Telefon mitteilen!
  • Nicht am Telefon unter Druck setzen lassen
  • Gespräch sofort beenden!
  • Fremden Personen niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände
    übergeben

oder diese an einem vorgegebenen Ort deponieren!

  • Über Telefonprovider persönliche Datensätze aus dem Telefonbuch (Online und Druck) löschen lassen
  • Täter suchen hier gezielt nach Namen vermeintlich älterer Menschen!
  • Wenn möglich, Vertrauensperson hinzuziehen

ots




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