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Wassermanagement-Konzept: Lenkungsgruppe bringt Ausschreibung auf den Weg

Landkreis LÜNEBURG. Um die wertvolle Lebensgrundlage Wasser zu erhalten, ziehen rund um den Landkreis Lüneburg viele Partner an einem Strang: Vor einigen Tagen traf sich erstmals die Lenkungsgruppe zum Wassermanagement-Konzept, das Stadt und Kreis gemeinsam mit dem Beregnungsverband Elbe-Seitenkanal in Uelzen erstellen lassen. Nun läuft bis zum Sommer die europaweite Ausschreibung für Moderation und Gutachten, dann startet die konkrete fachliche Arbeit. Im Umweltausschuss am 28. April 2022 berichtete Fachdienstleiter Stefan Bartscht der Kreispolitik über diesen wichtigen Schritt.

Der Klimawandel schreckt viele Menschen in der Region auf. Längere Trockenperioden, aber auch häufigere Starkregen-Ereignisse machen ihn spürbar – ganz besonders für Berufsgruppen wie die Land- und Forstwirte, die täglich mit der Witterung arbeiten. „Die Ressource Grundwasser ist endlich. Wenn der Bedarf steigt, müssen Alternativen gefunden werden“, erklärt Ulrich Ostermann, Projektkoordinator und Geschäftsführer des Kreisverbandes der Wasser- und Bodenverbände in Uelzen. Die beteiligten Partner setzen deshalb im Konzept auf einen Dreiklang, so Fachdienstleiter Stefan Bartscht vom Landkreis Lüneburg: „Wir müssen Wasser sparen, alternative Quellen nutzen und zugleich die Grundwasserneubildung fördern.“ Erste vielversprechende Ansätze kamen bereits aus der Lenkungsgruppe: Wie wird in Wohn- und Neubaugebieten mit Regenwasser umgegangen? Ein Ziel könnte sein, das Wasser vor Ort versickern zu lassen und so in der Landschaft zu halten. Wie kann die Wasserqualität verbessert werden? Hierbei muss etwa Nitratbelastung im Blick behalten werden. Welche Rolle kann die Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und die Auswahl trockenheitstoleranter Sorten in der Landwirtschaft spielen? Hiermit können Landwirte steuern, wie viel Beregnung und damit Grundwasserverbrauch notwendig ist.

Diese und weitere Ideen für das Konzept sollen auf den Ergebnissen des Niedersächsischen Wasserversorgungskonzeptes sowie aktuellen Messwerten und Daten aufbauen. „Neben einer präzisen Datenermittlung muss es auch darum gehen, dass wir uns zunächst mit den vorhandenen Daten der zu erwartenden Klimaentwicklung auseinandersetzen“, betont Volker Schulz, Leiter des Bereichs Umwelt bei der Hansestadt Lüneburg. Um möglichst viele Akteure mitzunehmen, will der Landkreis Lüneburg den Runden Tisch Grundwasser neu aufleben lassen. Dabei werden neben den 14 Institutionen aus der Lenkungsgruppe auch Begleitgremien mit Politik, Naturschutz, Wasserwirtschaft und Forst eingebunden. Mehr Informationen zum Thema Grundwasser im Landkreis Lüneburg und dem Projekt unter www.landkreis-lueneburg.de/grundwasser.

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