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Jugendstudie zeigt: Die Generation Z hat beim Wirtschafts- und Finanzwissen große Defizite

DEUTSCHLAND. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass junge Deutsche großen Nachholbedarf haben, wenn es um das Thema Geld geht. Besonders beim Bildungsangebot an den Schulen muss nachgebessert werden.

Junge Menschen brauchen mehr finanzielle Kompetenz

Wer heute vor dem Start ins Erwerbsleben steht oder bereits seit kurzem dabei ist, muss privat mehr und cleverer vorsorgen als seine Eltern und Großeltern. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: Die sinkende gesetzliche Rente gehört ebenso dazu wie die Inflation und niedrige Zinsen.

Ein fundamentales Fachwissen ist unerlässlich, damit sich junge Anleger im Dschungel der Finanzprodukte zurechtfinden und beim Investieren keinen Schiffbruch erleiden. Doch gerade hier gibt es Defizite, wie eine Jugendstudie des Bankenverbandes zur Wirtschafts- und Finanzbildung zeigt.

Zwei Drittel haben nach der Schule kaum Finanzwissen

In der Studie geben 38 Prozent der befragten 14- bis 24-Jährigen an, dass sie an ihrer Schule nicht so viel über Wirtschaft und Finanzen gelernt haben. 30 Prozent haben nach eigener Aussage so gut wie gar nichts über diese Themen beigebracht bekommen.

Dass das heutzutage kein befriedigender Bildungszustand ist, scheint den Befragten bewusst zu sein. 76 Prozent von ihnen wünschen sich, dass die Vermittlung von wirtschaftlichen Zusammenhängen an den Schulen einen höheren Stellenwert erhält, und 77 Prozent befürworten ein eigenes Schulfach mit Wirtschaftsthemen.

44 Prozent kennen den Begriff „Inflationsrate“ nicht

Doch nicht nur bei der Bildung, auch bei gängigen Fachbegriffen gibt es einen Wissensmangel. So hat die Jugendstudie herausgefunden, dass 44 Prozent der Befragten 14- bis 24-Jährigen nicht wissen, was der Begriff „Inflationsrate“ bedeutet. Die aktuelle Höhe der Rate ist lediglich 14 Prozent von ihnen geläufig.

Auch die Funktion der Europäischen Zentralbank (EZB) ist unter jungen Leuten immer weniger bekannt: Ihre Rolle bei der Preisstabilität in der Eurozone war 40 Prozent der Befragten im Jahr 2018 unklar, mittlerweile hat sich dieser Prozentsatz auf 68 Prozent erhöht.

Bei der Erklärung des Begriffs „Aktie“ sieht es ähnlich aus: 31 Prozent der Befragten können nicht erklären, was ein Wertpapier ist, im Jahr 2018 waren das erst 21 Prozent. Nur beim Bitcoin kommt die Umfrage zu einer anderen Tendenz: 85 Prozent wissen, dass es sich um eine digitale Währung handelt.

Das persönliche Beratungsgespräch hat Konjunktur

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass Jugendliche und junge Erwachsene großen Beratungsbedarf haben, wenn es darum geht, die ersten Weichen für ihre private Altersversorgung zu stellen.

Dabei ist erstaunlich, dass die Mehrheit von ihnen trotz der Vorliebe für Apps, Finanzblogs oder andere Online-Angebote das persönliche Gespräch mit einem Finanzberater sucht. Eine Umfrage der tecis Finanzdienstleistungen AG hat unlängst herausgefunden, dass es für 60 Prozent der befragten 18- bis 39-Jährigen absolute Priorität vor allen anderen Informationsquellen hat.

44 Prozent der in der tecis-Studie Befragten treffen ihre finanziellen Entscheidungen hauptsächlich auf Grundlage des Gesprächs mit dem Finanzberater. Dabei erwarten 34 Prozent, das sie von ihm umfassend und transparent über alle infrage kommenden Finanzprodukte informiert werden – so die tecis-Umfrage.

Foto: Pixabay, 518517, Marco Wolff




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