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Kooperation mit dem BUND: Landkreise Lüneburg, Uelzen und Harburg unterstützen die Einrichtung einer neuen ökologischen Station

Landkreise LÜNEBURG/UELZEN/HARBURG. Verbesserte Vor-Ort-Betreuung für Schutzgebiete: An den Flüssen Ilmenau und Luhe sowie deren Nebengewässern soll das bald Realität werden. Als Kooperationspartner unterstützen die Landkreise Lüneburg, Uelzen und Harburg derzeit den BUND in seinen Bemühungen um die Trägerschaft einer neuen ökologischen Station beim Land Niedersachsen. Mit ihr möchten die drei Verwaltungen künftig Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen in zwei kreisübergreifenden FFH-Gebieten (Flora, Fauna, Habitate) unterstützen. Erste Konzeptideen präsentierte Susanne Gerstner, Landesgeschäftsführerin des BUND am vergangenen Montag (27. September 2021) bei einem Informationstermin in der Lüneburger Ritterakademie. Anwesend waren neben Mitarbeitenden der drei Kreise auch Vertreterinnen und Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft, den Kommunen und den Gewässerunterhaltungs- sowie Naturschutzverbänden.

Für die beiden FFH-Gebiete rund um die Ilmenau sowie die Luhe wünschen sich die Landkreise Lüneburg, Uelzen und Harburg als Unterstützung für die Naturschutzbehörden einesogenannte Schutzgebietsbetreuung. Diese beinhaltet beispielsweise Aufgaben wie die Entwicklung und Umsetzung von Naturschutzprojekten oder die Kartierung und das Monitoring ausgewählter Tier- und Pflanzenarten. Mit dem BUND haben die drei Kreise einen geeigneten Partner mit Erfahrung für dieses Vorhaben gefunden. Gemeinsam wollen die Akteurinnen und Akteure jetzt ein Konzept für diese Gebietsbetreuung in Form einer ökologischen Station erarbeiten. Denn das Land fördert neben den zwölf bereits vorhandenen Einrichtungen in Niedersachsen künftig 15 weitere. Sie sollen die Naturschutzverwaltungen vornehmlich beim Management der ausgewählten Gebiete unterstützen.  

„Die Ilmenau und die Luhe mit ihren Nebengewässern bieten Lebensraum für viele schützenswerte Tier- und Pflanzenarten“, erklärt Stefan Bartscht, Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis Lüneburg. „Wir bemühen uns gemeinsam mit dem BUND um die Förderung des Landes, um diese Gebiete mithilfe einer ökologischen Station noch besser betreuen zu können.“ Alexander Krüger, Leiter des Uelzener Kreisumweltamtes ergänzt: „In der Kooperation sehen wir die Chance, der Natur noch mehr Raum zu geben, sie zu schützen und gleichzeitig erlebbar zu machen. Eine ökologische Station würde uns dabei helfen, den Naturschutz über die Kreisgrenzen hinaus zu strukturieren und zu organisieren.“ Dass die Kommunikation ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist, hebt Detlef Gumz vom Landkreis Harburg hervor. „Unser Ziel ist es, alle Akteurinnen und Akteure mit ins Boot zu holen“, betont der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde. „Wenn der BUND beispielsweise jährliche Arbeitspläne für die ökologische Station entwickelt, dann soll das natürlich in enger Abstimmung mit den Unteren Naturschutzbehörden der Kreise passieren. Auch mit der Landwirtschaft, den Kommunen und den Naturschutz- und Wasserbehörden möchten wir uns kontinuierlich austauschen.“

Bis feststeht, ob der BUND als Partner der drei Landkreise die Förderung für eine ökologische Station vom Land erhält, dauert es aber noch eine Weile. Zunächst sollen weitere Gespräche mit regionalen Akteurinnen und Akteuren geführt werden. Zusätzlich beraten die Beteiligten aktuell über einen möglichen Standort der Station. Bis Ende November müssen ein fertiges Konzept sowie der Förderantrag beim Land eingegangen sein. Läuft alles nach Plan, bewilligt das Land die ökologische Station in der ersten Hälfte des kommenden Jahres.

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