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Polizeiakademie Niedersachsen veranstaltet Fachtagung für Polizeiführungen zum Thema „Lebensbedrohliche Einsatzlagen / Anschläge

LÜCHOW. Zu einer Tagung der besonderen Art begrüßte die Polizeiakademie Niedersachsen in ihrem Tagungszentrum in Lüchow herausgehobene Führungskräfte aus allen Polizeidirektionen Niedersachsens sowie des Landeskriminalamtes, der Polizei Sachsen-Anhalts und des Bundeskriminalamts (BKA). Landespolizeidirektor Ralf Leopold aus dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, sämtliche Polizeivizepräsidenten der niedersächsischen Polizeibehörden sowie rund 80 Spezialistinnen und Spezialisten für derartige Einsatzszenarien bereiteten sich in der dreitägigen Fortbildung auf den polizeilichen Ernstfall anlässlich von lebensbedrohlichen Einsatzlagen und Anschlägen vor.

Als Übungsszenario diente den Teilnehmenden eine komplexe Einsatzsituation eines Terroranschlages. Wie in einer Echtlage wurden den Teams vorbereitete Informationen in Form von Videos, Social Media Posts, Hinweisen und Lageberichten zugeliefert. Diese mussten analysiert, bewertet und in polizeiliche Führungsentscheidungen umgesetzt werden. Die Polizeivizepräsidenten, die in derartig herausragenden Lagen mit Unterstützung ihrer Führungsstäbe die Gesamteinsatzleitung übernehmen, nutzten die Tagung, um mit ihren Kompetenzteams das Führen durch eine solche Lage möglich realistisch trainieren zu können. Über Fachvorträge, Arbeitsphasen in Planbesprechungen und anschließende Diskussionsrunden kam es zum intensiven Austausch zwischen den Teilnehmenden.
Die Vertreterin des Direktors der Polizeiakademie Niedersachsen, Ltd. Polizeidirektorin Andrea Marquardt, unter deren Gesamtverantwortung die Veranstaltung lief, resümierte während des landesweiten und behördenübergreifenden Austausches: „Durch die Fortbildung stärken wir nicht nur die strukturellen und informationstechnischen Abläufe zwischen den Behörden, sondern optimieren Arbeits- und Abstimmungsprozesse und erhalten zusätzlich Input und Denkanstöße von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern, um derartige Großlagen, die hoffentlich nicht eintreten, im Fall der Fälle professionell bewältigen zu können.“

Unter den Gästen befanden sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BKA), welches im Falle einer Lage solcher Tragweite eingebunden werden würde. Hierbei standen der Austausch und die Einblicke in die Arbeitsabläufe der Polizei Niedersachsen und des BKA im Vordergrund, um Schnittstellen abzustimmen und die Informationsübermittlung zu homogenisieren.

Ein Highlight war der Impulsvortrag aus der Polizeiinspektion Halle (Polizei Sachsen-Anhalt), die den polizeilichen Einsatz anlässlich des rechtsextremistischen Anschlags in Halle von 2019 verantwortete und zu Beginn der Tagung das polizeiliche Handeln aus der Retroperspektive beleuchtete.

Bereits seit Ende 2020 plante das Organisationsteam der Polizeiakademie Niedersachsen intensiv die Fortbildungsinhalte und den Ablauf. Unterstützt wurden das Team hierbei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landespolizeipräsidiums, des Landeskriminalamts sowie der Polizeidirektion Braunschweig, Oldenburg und Hannover.

PR
Foto: Polizeiakademie Niedersachsen




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