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Ende der Badesaison: Wohin mit dem Poolwasser?

Landkreis LÜNEBURG. Die Tage sind inzwischen kühler, viele private Swimmingpools werden allmählich winterfest gemacht. Dazu gehört auch, dass das Wasser abgelassen wird. Wie dies umweltgerecht geschieht, erklärt der Fachdienst Umwelt des Landkreises Lüneburg. Denn bei der Entsorgung von Poolwasser gibt es Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Entscheidend dabei ist, wie hoch der Chlorgehalt im Wasser ist. Ist das Wasser völlig unbelastet, kann es bedenkenlos im eigenen Garten versickern. Diese Möglichkeit besteht auch, wenn der Chlorgehalt einen Wert von 0,05 Milligramm pro Liter nicht überschreitet. Um diesen Wert einzuhalten, muss zum einen die Chlormenge zuvor korrekt dosiert gewesen sein, zum anderen darf das Wasser frühestens zwei Tage nach der letzten Dosierung abgeleitet werden. Ebenfalls wichtig: Das Wasser darf keine weiteren Chemikalien wie Reinigungs- und Desinfektionsmittel enthalten und das Grundstück muss außerhalb eines Wasserschutzgebiets (WSG) liegen.

Gelten diese Voraussetzungen nicht, ist das Poolwasser als Abwasser zu behandeln. Das bedeutet: Das Poolwasser gehört ins Abwassersiel und muss daher über den Hausanschluss entsorgt werden. Auf einigen Grundstücken gibt es Schmutzwasser-Gullys, ansonsten helfen spezielle Pumpen beim Ableiten in Toilette oder Kellerbodenablauf. Ganz klar verboten ist die Entsorgung über die Regenwasser-Gullys an den Straßen: Denn das Wasser fließt von dort aus ungeklärt ins Grundwasser, in Bäche und Flüsse und schadet damit der Umwelt. Eine besondere Situation stellt sich für Swimmingpools dar, die in Kleingärten ohne öffentlichen Entsorgungsweg aufgestellt sind. Hier muss das belastete Wasser mit einem speziellen Fahrzeug abgepumpt und anschließend entsorgt werden. „Zum Schutz von Natur und Umwelt ist es wichtig, dass sich Poolbesitzer an diese Regeln halten“, betont Michael Loch vom Fachdienst Umwelt. Ansonsten – so der Hinweis – droht ein empfindliches Bußgeld.

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