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Investitionen für bessere Raumluft in Schulen geplant: Landkreis Lüneburg beantragt Fördermittel beim Bund

Landkreis LÜNEBURG. Mit einem Eigenanteil von 2,5 Millionen Euro könnte der Landkreis Lüneburg bis zu zehn Millionen Euro Förderung für feste raumlufttechnische Anlagen in den kreiseigenen Schulen erhalten und investieren. Der Kreisausschuss beschloss am Montag (13. September 2021) einstimmig, neben der Landesförderung für Luftfilter auch die Förderrichtlinie des Bundes zu nutzen. Das genaue Investitionsvolumen ergibt sich, wenn die Anträge des Kreises auf Bundesmittel Erfolg haben.

Das Ziel: bessere Belüftung und damit einen besseren Infektionsschutz für Kinder der Jahrgänge 1 bis 6 zu gewährleisten. Fest installierte raumlufttechnische Anlagen bringen Frischluft in die Klassenräume, sorgen für Luftaustausch und verringern gleichzeitig die Ansteckungsgefahr über Aerosole. Zusätzliches Lüften über die Fenster ist nicht mehr unbedingt notwendig – das spart Energie, weil die Wärme erhalten bleibt. Um Fördermittel von Bund und Land beantragen zu können, hat die Verwaltung gemeinsam mit den Schulen umfangreiche Vorarbeit geleistet: Rund 980 Räume wurden bei Begehungen besichtigt. Insgesamt 225 Räume werden von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 1 bis 6 genutzt. Hierfür sollen Bundesmittel für raumlufttechnische Anlagen beantragt werden.

Aktuell testen drei Landkreis-Schulen auch mobile Luftfiltergeräte. Diese reinigen die Raumluft etwa von Krankheitserregern und Pollen, bringen aber keine Frischluft in die Klasse. „Der Test soll zeigen, welche Modelle im Unterrichtsalltag am besten geeignet sind und möglichst wenig durch Lärm und Zugluft stören“, sagt Detlef Beyer, Fachdienstleiter Gebäudewirtschaft beim Landkreis. Noch bis zu den Herbstferien sind die Luftfilter jeweils zwei Wochen pro Schule im Einsatz, am 12. Oktober 2021 machen sich die Mitglieder des Hochbau-Ausschusses gemeinsam mit Elternvertretern vor Ort selbst ein Bild. Aus den erhofften Landesmitteln stünden dem Landkreis inklusive Eigenmittel insgesamt 267.000 Euro zur Verfügung. Davon könnte der Kreis zum Beispiel bis zu 60 Luftreiniger anschaffen, die von den Schulen nach eigenem Ermessen eingesetzt werden könnten. Hinzu kämen rund 400 CO2-Ampeln, die beim Lüften helfen und ebenfalls mit Hilfe des Landes finanziert werden können.

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