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IHK-Umfrage zur A39 lenkt vom anstehenden A39-Ende ab

Landkreis UELZEN. Als gravierendsten Mangel der von der IHK Lüneburg-Wolfsburg beauftragten Umfrage zur A 39 bezeichnet der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) die Tatsache, dass parallel nicht auch nach dem alternativen Ausbau der B4 gefragt worden ist. Dies relativiere die angebliche 70-Prozent-Zustimmung zur A 39, die in den betroffenen Landkreisen ermittelt worden sei.

LBU-Vertreter Eckehard Niemann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich schon 2009 bei einer Bürgerbefragung in Bienenbüttel 58% gegen einen A-39-Anschluss des Ortes ausgesprochen hatten. Die Sorge vor massivem Durchgangsverkehr zwischen A 39 und B 4 quer durch die Orte zeige sich auch in Bad Bevensen sehr deutlich. „Wenn die A 39 wirklich konkret zum Thema wird, entscheiden die Menschen also ganz anders als bei allgemeinen Umfragen“, so Niemann.  Deshalb sei auch die IHK gut beraten, die Argumente und massive Betroffenheit von Anwohnern, Landwirten und Gemeinden nicht weiter wegzureden.      

Der LBU geht davon aus, dass sich Umfrage-Ergebnisse angesichts der Klimakrise und ihrer fatalen Auswirkungen rasch ändern. Er erinnerte daran, dass auch in Sachen Kernenergie die Zustimmungswerte nach Tschernobyl binnen weniger Tage von 52 auf 29% sanken. So „ist aus einer Minderheit von Gegnern weiterer Reaktoren eine Zwei-Drittel-Mehrheit geworden“ – so der SPIEGEL seinerzeit. 

Der LBU bewertete die IHK-Umfrage als letzten Versuch der A-39-Bau-Lobby, von der anstehenden Neubewertung der Nutzen-Kosten-Verhältnisse aller Autobahn-Projekte abzulenken. Derzeit würden die bisher kaum berücksichtigten Klima- und CO2-Kosten und Baukostensteigerungen endlich real einberechnet, so dass die A 39 mit ihrem schon jetzt miserablen Nutzen-Kosten-Verhältnis endgültig unrentabel und nicht finanzierbar werde.  Deshalb sei es klug, jetzt rasch auf den weiteren 2+1-Ausbau der B 4 zu setzen, damit die Region bei der Verbesserung des Straßenverkehrs nicht leer ausgehe. 

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