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BAD BEVENSEN. Wer oft mit dem Wohnmobil unterwegs ist, der hat meistens ein kleines Fahrrad dabei. Schließlich liegen die Wohnmobilstellplätze in den meisten Fällen ein wenig außerhalb. Und der Weg zum Bäcker ist mit dem Rad viel schneller zu bewältigen. In Bad Bevensen gibt es beispielsweise einen ruhig gelegenen Stellplatz am Elbe-Seitenkanal. Doch seit neuestem können die Fahrräder zu Hause gelassen werden, denn seit einer guten Woche und nach einer dreimonatigen Bauzeit bietet Bad Bevensen auf rund 2000 Quadratmetern 18 Wohnmobilstellplätze mitten im Herzen der Kurstadt an. „Die Zielgruppe der Wohnmobilisten wächst und um der stetig steigenden Nachfrage in diesem Tourismussektor gerecht zu werden und den Gesundheitstourismus zu stärken, wollen wir neue Reiseanreize schaffen“, erläutert Stadtdirektor Martin Feller. 

Zur Jod-Sole-Therme und dem Kurhaus sind es gerade mal zwei Minuten zu Fuß. Das nächste Lebensmittelgeschäft liegt 500 Meter entfernt und der Weg in die Innenstadt beträgt nur wenige Gehminuten durch den Kurpark. „Die Nachfrage ist groß. Innerhalb der ersten Woche waren bereits 20 Wohnmobilisten hier“, weiß der stellvertretende Bauamtsleiter Oliver Willing. Und den Reisenden mit ihren Wohnmobilen wird einiges geboten: An den großzügigen Parkbuchten finden sich Stromanschlüsse, W-LAN-Versorgung und an der Ecke des Platzes eine Servicestation zur Frischwasseraufnahme und Reinigung der Abwassertechnik. Ganz in der Nähe befindet sich eine öffentliche Toilette.

Karin Schulz (von links) vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, der stellvertretende Bauamtsleiter Oliver Willing, Bürgermeisterin Gabriele Meyer, BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz und Stadtdirektor Martin Feller freuen sich über den neuen Wohnmobilstellplatz mitten in der Stadt Bad Bevensen.

Die Zufahrtkontrolle erfolgt über eine elektronische Schrankenanlage. Die Stellplatzgebühr für Wohnmobile und der Gästebeitrag können bequem an einem Automaten bargeldlos direkt am Stellplatz entrichtet werden. Falls überhaupt notwendig findet sich als Ansprechpartner die nahegelegene Tourist-Info der Bad Bevensen Marketing GmbH. Zwölf Euro kostet die Übernachtung pro Fahrzeug – Kinder bis 18 Jahre und Hunde sind frei. Für das neue touristische Angebot hat die Stadt tief in die Tasche gegriffen. Rund 500.000 Euro hat die Herstellung des Wohnmobilstellplatzes insgesamt gekostet. Allerdings konnte die Stadt dankenswerterweise auf gleich zwei Fördertöpfe zurückgreifen: Zum einen wurde das Vorhaben mit ZILE-Mitteln vom Land Niedersachsen in Höhe von 200.000 Euro gefördert, zum anderen wurde die Erweiterung des touristischen Angebots von der Metropolregion Hamburg mit 70.600 Euro unterstützt. „Ohne die Fördergelder wäre es nur schwer umsetzbar gewesen“, weiß Bürgermeisterin Gabriele Meyer. 

Begeistert über die Umsetzung ist auch Helmut Stielow. Der inzwischen ehemalige Teilhaber eines Sportgeschäfts hat sich im Namen der Werbegemeinschaft für einen zentrumsnahen Wohnmobilstellplatz stark gemacht, nachdem vor etlichen Jahren Wohnmobilisten das Übernachten auf dem Göhrdeparkplatz untersagt wurde: „Wohnmobilisten sind eine starke Kundschaft für den Einzelhandel der Stadt, aber auch für die Gastronomen und sogar die Hoteliers.“ Wem die Stadt gefällt, der komme vielleicht auch mal für einen längeren Zeitraum wieder nach Bad Bevensen und wähle dann eine andere Unterkunft als das Wohnmobil.

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