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Corona, Einschränkungen, Folgen: Landkreis Lüneburg entwickelt Hilfsprogramm für Kinder

Landkreis LÜNEBURG. Mehr als ein Jahr lang hat die Corona-Pandemie Kinder und Jugendliche stark eingeschränkt und zum Teil völlig aus dem Alltag geworfen. Viele von ihnen leiden unter psychischen Folgen, soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklungen blieben oftmals auf der Strecke. Um sie in dieser Situation nicht allein zu lassen, hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung (Donnerstag, 24. Juni 2021) einen Beschluss gefasst: Der Landkreis entwickelt in Abstimmung mit Kommunen, Vereinen und Verbänden ein Programm zur Linderung der Coronafolgen, 250.000 Euro stellt die Kreisverwaltung dafür bereit. Das Geld soll unter anderem dafür eingesetzt werden, dass sich alle relevanten Träger in den Sozialräumen mit zielgerichteten Projekten einbringen. „Hier ist alles denkbar, was Kindern und Jugendlichen hilft, die psychischen und sozialen Folgen aus der Coronazeit abzumildern und ihnen Hilfestellungen zur Rückkehr in eine unbeschwerte Kindheit und Jugend zu ermöglichen“, sagt Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales. „Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.“

Wichtiger denn je sind in Zeiten der Pandemie auch Angebote für Familien, die ihnen Ausflüge, Freizeiten und Sport in der Region ermöglichen. Aus diesem Grund erinnert der Landkreis an unterschiedliche Fördertöpfe für Kultur, Bildung, Sport und Soziales. Sie unterstützen Vereine und Einrichtungen, die ein breites Programm auf die Beine stellen. „Diese finanzielle Hilfe gibt es in einigen Bereichen schon seit Jahren“, erläutert die Leiterin des Fachbereichs Soziales, Yvonne Hobro. „Uns war aber wichtig, diese Hilfen jetzt noch einmal bekannt zu machen. Denn viele Mittel können noch vor den Sommerferien beantragt und bewilligt werden.“

Hier eine Auswahl an Fördermöglichkeiten, die der Landkreis Lüneburg bereithält:

  • Ferienprogramme der kommunalen Jugendzentren
    Ob Flossbau, Draisinenfahrt oder Tierpark – die Jugendpflegen der einzelnen Kommunen bieten Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche Highlights in den Sommerferien an. Damit die Ausflüge für die Teilnehmenden kostengünstig sind, können die Veranstalter Fördergelder des Landkreises beantragen. Eine Übersicht über die Sommerferienprogramme bieten die jeweiligen Jugendzentren.
  • Schwimmförderung und Seepferdchenkurse
    Immer weniger Kinder können schwimmen – in Zeiten von Corona hat diese Tendenz weiter zugenommen. Der Landkreis unterstützt gemeinnützige Institutionen und Vereine, die einen Seepferdchenkurs anbieten, pro angemeldetes Kind erhalten die Einrichtungen zehn Euro.
  • Ferienfreizeiten für finanziell schlechter gestellte Familien
    Um auch Kindern und Jugendliche aus ärmeren Familien spannende Urlaubserlebnisse zu ermöglichen, bietet der Landkreis den Familien eine finanzielle Förderung von bis zu 400 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass die Ferienfreizeit von einem anerkannten Träger der freien Jugendhilfe angeboten wird.
  • Kulturelle Bildungsförderung
    Nach langer Zeit der „Bildschirm-Bildung“ können Kinder endlich wieder mit allen Sinnen spielerisch und erlebnisreich lernen. Schon jetzt – also vor Start der Sommerferien – sind Besuche von Theater, Museen oder Bildungseinrichtungen wie dem Umweltbildungszentrum SCHUBZ innerhalb des Landkreises möglich. Der Landkreis übernimmt dabei Workshop-Kosten bis zu 200 Euro, die Fahrten mit Bus oder Bahn sowie Eintrittsgelder ab einer Höhe von 2,50 Euro zur Hälfte. Die Förderung kann nur durch Kitas und Schulen beantragt werden. Eltern und Fördervereine können aber gerne in der Einrichtung auf die Möglichkeit hinweisen oder bei der Antragstellung unterstützen.
  • Corona Restart Kultur
    Für den Besuch von Kunst und Kultur bedarf es kreativer Einrichtungen. Diese aber sind aufgrund der Corona-Pandemie stark an ihre Belastungsgrenze gekommen. Die Förderrichtlinie des Landkreises unterstützt deshalb Kultureinrichtungen, die beispielsweise Neuanschaffungen für den Wiedereinstieg planen. Die maximale Fördersumme liegt pro Antrag bei 2.500 Euro.

„Zum Sommer und zu den Ferien gehören Abenteuer und Erlebnisse – in diesem Jahr wünschen wir uns stärker als je zuvor diese Momente zurück“, sagt Landrat Jens Böther. „Umso wichtiger ist es, dass nach all den Einschränkungen und Anstrengungen so viele Menschen wie möglich wieder in den Alltag tauchen können. Mit unseren Fördermöglichkeiten will der Landkreis Lüneburg auf diesem Weg unterstützen.“




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